21. März 2008...2:17

Bündnis länger gemeinsam lernen

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Bündnis länger gemeinsam lernen

Ich habe in meiner Schulzeit zwei Schulen kennengelernt: ein deutsches Gymnasium und eine amerikanische Highschool. Oft hört man schlechtes über die amerikanischen Schulen, aber meine persönlichen Eindrücke waren sehr gut. Die Highschool, die ich während meines Auslandaufenthalts in Georgia für ein Jahr besuchen durfte, war allerdings auch eine private Schule, auf die nur SchülerInnen gingen, deren Eltern das Geld für das Schulgeld aufbringen konnten.

Davon abgesehen, habe ich als Schülerin dort viele Konzepte als förderlich für eine gute Lernatmosphäre erlebt. Z.B. gab es Ganztagsunterricht mit angemessen Pausen. Mittags konnte man in der schuleigenen Mensa gesundes Essen bekommen. Viele Kinder kannten sich schon lange, weil sie auch gemeinsam in die angegliederte Grundschule gegangen waren. Jeder Lehrer hatte seinen eigenen Raum, der optimal für den jeweiligen Unterricht eingerichtet war. Jeder Schüler und jede Schülerin hatte einen eigenen Schrank, in welchem man Bücher, Jacken, Sportsachen und Rucksäcke bequem unterbringen konnte. Die Schule war auch sehr schön und gut ausgerüstet. Wenn ich eine Freistunde hatte, konnte ich mich in einen Computerraum setzen, in den Kunstraum gehen und malen oder im Homeroom mit Aufsicht der Homeroom-Lehrerin meine Hausaufgaben erledigen. Wenn ich in einem Fach mit den Hausaufgaben Schwierigkeiten hatte, durfte ich mich nachmittags in den Raum der jeweiligen Lehrerin setzen und bekam dort gemeinsam mit anderen Schülern unterschiedlicher Altersklassen meine Fragen beantwortet. Alle Hobbys wurden außerdem auch in der Schule ausgeübt. Die Auswahl war groß. Von diversen Sportarten bis zur Band, Musical-Gruppe oder zu Mathe- oder Debatier-Clubs konnte man alles mögliche machen… Alles in allem war es immer sehr angenehm in der Schule zu sein. Aber auch der soziale Einsatz außerhalb der Schule wurde von den Jugendlichen gefordert. Jede/r musste eine bestimmte Anzahl Stunden ehrenamtlicher Arbeit nachweisen, um das Jahresabschlußzeugnis zu erhalten. So kam es z.B., dass ich mit anderen zusammen ein Haus gestrichen und in einer Grundschule einer armen Gemeinde bei der Betreuung der Kinder geholfen habe.

Wenn es ein ähnliches Schulleben ist, was die Initiative “länger gemeinsam lernen” erreichen könnte, dann möchte ich sie unterstützen. Noch habe ich keine Kinder. Aber wenn ich mal welche habe, dann sollten sie so eine schöne Schule besuchen können, die zum Lernen motiviert und individuelle Stärken fördert. Auf der Webseite des Bündnis http://bestes-lernen.de/ werden zusätzlich noch andere gute Eigenschaften gefordert…

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