11. April 2008...10:52

Vier diskutieren über Verantwortung

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Vier Aachenerinnen hab isch grad beim Diskutieren verfoljen dürfen… (die haben hochdeutsch gesprochen und nur manschmaln bischen öcherisch jeklungen).

Dabei waren Ulla Schmidt (Bundesministerin für Gesundheit), Gisela Nacken (Baudezernentin der Stadt Aachen), Gisela Kohl-Vogel (Geschäftsführerin der Kohl Automobil GmbH) und Prof. Kirsten Bobzin (Institut für Oberflächentechnik der RWTH Aachen). Die von Anne Reidt (Leiterin des ZDF-Landesstudios Hessen) moderierte Gesprächsrunde, die anlässlich der Verleihung des Karlspreises zu Aachen an Frau Bundeskanzlerin Merkel durchgeführt wurde, hieß „Frauen in Verantwortung“. Zitat aus der Broschüre des Karlspreis-Rahmenprogramms:

„Frauen aus Aachen und in Aachen sprechen und diskutieren über ihren Weg zu großer Verantwortung, über Hürden und Erfolge, über die Vereinbarkeit von Beruf und Familie.“

Resümierend möchte ich das Gespräch im Folgenden eher weniger chronologisch als in den meinerseits notierten stichpunktartigen inhaltlichen Aussagen wiedergeben (möglichst ohne meine eigene Meinung hinzuzufügen):

  • Angela Merkel wollte Macht und hat es deshalb geschafft.
  • Frauen in Verantwortung brauchen ein gutes Nervenkostüm und rheinländische Gelassenheit.
  • Mehr Frauen müssen in Entscheidungspositionen.
  • Wenn ich die obige Aussage bin muss ich auch kandidieren; sprich: als gutes Beispiel vorangehen.
  • Frauennetzwerke sind löchrig.
  • Ohne Netzwerke kann man so ein hohes Amt gar nicht ausführen.
  • Karriere & Familie lassen sich einfach miteinander vereinbaren, wenn man bereits eine (einsame) Führungsposition hat, aber der Weg dahin ist schwer.
  • Stichworte: Betreuung kaufen & Rabenmuttergefühl
  • Da muss jemand sein, der sich kümmert (ob eigene Mutter oder Mann).
  • Modellhafte Projekte zu Kinderbetreuung, Arbeitszeiten & Wohnen schlafen ein.
  • Karriere-Geheimrezepte: Familie erdet.
  • Der Mini tendiert zum Frauenauto, darf er aber nicht laut Marketingabteilung.
  • Fehler machen und daraus lernen ist besser als wenn Eltern alles Fehlermachen verhindern.
  • Mädchen können sich schwer vorstellen, den Rest des Lebens in der Werkstatt zu arbeiten.
  • Um CO2 kann durch reibung-reduzierende Beschichtungen vermindert werden.
  • Das Image von Ingenieuren ist zu schlecht.
  • Ingenieure werden gebraucht.
  • Frauen haben ein falsches Bild der Ingenieurwissenschaft in der Schulzeit.
  • Frauen ist nicht bewusst welche Bereiche es gibt.
  • Durch den Mangel, werden auch Frauen genommen.
  • Mütter können Vorbild sein, selbst wenn sie nur betonen, wie wichtig eine Ausbildung für die Tochter ist.
  • Es gibt keine Bewerberinnen für Professuren.
  • Die hat doch Kinder, kann die überhaupt kandidieren?
  • Norwegen hat eine 40% Quote.
  • Frau möchte das Fach weiterbringen und nicht als Quotenfrau rumgereicht werden.
  • Die Quote hat Ulla Schmidt und Gisela Nacken die Chance gegeben.
  • Fauen im “gebährfähigen” Alter werden in wirtschaftlich denkenden Unternehmen kritisch beäugt und nicht-gleichbehandelt wie Männer im gleichen Alter.
  • Frauen müssen Ziele formulieren und fordernder sein.
  • Sie dürfen keine Zweifel aufkommen lassen.
  • Die Quotenregellung hat bewirkt, dass ernsthaftere Entscheidungen getroffen werden.
  • Männer mit Kindern durchleben auch eine Zereissprobe durch Doppelbelastung.
  • Betreuungsgeld ist nicht haltbar.

Das ist was meine Notizen hergeben. Es wurde selbstverständlich noch mehr gesagt. Die Aachener Zeitung wird (wie mir ganz zufällig zu Ohren gekommen ist :) ) in Kürze mehr darüber berichten.

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