5. Mai 2008...6:42

Motivationale Lern-Schieflagen überwinden

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Eine Mitteilung des idw hat meine Aufmerksamkeit erregt: Keine Lust mehr zum Lernen: Wenn die “Energiequelle Motivation” mal trocken ist….

Mit einem frei zugänglichen Test der FernUniversität können Studierende ihre Lernmotivation ebenso analysieren wie Schülerinnen und Schüler sowie Berufstätige, die sich fortbilden. Außerdem gibt es Hilfestellungen, um Unlust zu überwinden.

Durch einen online Motivations-Lern-Selbsttest der FernUni Hagen können Studierende ihre individuelle Motivationslage analysieren, denn Motivation ist ein wichtiger Antrieb beim (e-)Lernen. Der Fragebogen behandelt 32 Strategien, die das eigene Lernverhalten im Fernstudium betreffen. Wer also keine Lust mehr hat, weiterzulernen, kann sich hier Ideen für individuell geeignete Gegenstrategien der Selbstüberlistung durchlesen…

Mein Test-Ergebnis war übrigens, dass ich mich zu wenig über positive Anreize zum Lernen motiviere. Meine Motivationskontrolle war mittelmäßig. Dafür bin ich bei der Emotions- und Kognitionskontrolle ganz im grünen Bereich. Die Beurteilung “Sie erkennen unter Umständen Ihre eigenen Bedürfnisse nicht mehr, da Sie zu hart zu sich selbst sind.” ist stimmig mit dem Eindruck den ich von meinem eigenen Lernverhalten habe. Ich werde also die Empfehlung in Zukunft gern befolgen. “Als Empfehlung wollen wir Ihnen daher mit auf den Weg geben, sich zu fragen, wann und wo es Ihnen möglich ist, Ihren Bedürfnissen und Wünschen mehr Raum zu geben. Da ein ständiges Handeln entgegen den eigenen Wünschen und Bedürfnissen zu schweren psychischen Problemen führen kann, sollten Sie gegebenenfalls Ihre Ziele überdenken und/oder umplanen.” Zusätzlich hab ich ein 18-seitiges PDF erhalten, dass mir Strategien für eine bessere Motivationskontrolle vorschlägt.

9 Kommentare

  • interessant. danke!

  • Testet Eure Lernmotivation…

    Was da bei mir raus kam, wundert mich jetzt nicht: Ich sollte mich mehr durch positive Anreize belohnen und motivieren; positive Motivationskontrolle ist also “zu gering” (rote Ampel).

    … Zumindest ist meine Fähigkeit “optimal”, eigene Gedanke…

  • Auch bei mir diese rote Ampel. Hm, vielleicht lässt sich so ein Ergebnis in einen weiteren Kontext einordnen, wie: Wie reagiert man allgemein auf (Lern-)stress? Denn gerade bei großen Lernstoff-Mengen oder Zeitdruck ist es ja schwierig, sich noch positiv zu motivieren, bzw. sich bewusst zu machen, dass man dies aktiv betreiben sollte. Oder?

  • Stimmt! Bei großen Mengen von Lerninhalten weiß ich gar nicht richtig, wie ich mich positiv motivieren soll… Ich glaube “Nach dem erfolgreichen Lernen, weißt du soooo viel!” zieht nicht so richtig, oder?

    Andererseits hab ich mir für das gesamte Studium immer selbst gesagt “Komm streng dich an, dann ist es bald vorbei und du kannst mit einem guten Abschluss in der Tasche spazieren gehn…”. Ist das denn positive Motivation?

  • Das Hinterher-Wissen hat mich vielleicht immer dann gereizt, wenn mich Dinge wirklich interessiert haben – so ist mir die Motivation für das Lernen für die Vertiefungsrichtung insgesamt am leichtesten gefallen. Fragt sich nur – woher kommt die positive Motivation in Fächern wo man einfach durch muss? Ist “Ich hau mal rein, dann hab ich’s hinter mir!” eine positive Motivation? Und ja, die Motivation durch einen erfolgreichen Abschluss war eigentlich immer dabei. Kann eigentlich alles als Mischung aus positiver und negativer Motivation gesehen werden – je nach Persönlichkeit oder gezielte Denkrichtung vielleicht mehr vom einen oder anderen?

  • “Ich hau mal rein, dann hab ich’s hinter mir!” ist wahrscheinlich ein positiver Motivator, weil “dann hab ich’s ja hinter mit” = Positive Zukunft. Allerdings ist die Aussage implizit ja negativ… “Ich MUSS mich durch den *** Stoff durcharbeiten”.

    Das “Positive” bezieht sich hier wahrscheinlich auf die Belohnung (positive Verstärkung, Verhaltenspsychologie, Behaviorismus), gegenüber der Bestrafung (negative Verstärkung). Ich verweise hier einfach mal auf Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Verst%C3%A4rkung_(Psychologie).

  • Ach … so ganz richtig ist das nicht, was ich gerade geschrieben habe. Zitate aus Wikipedia:
    “Man spricht von positiver Verstärkung, wenn auf ein Verhalten ein Ereignis in der Umwelt des Organismus folgt und die Auftretenswahrscheinlichkeit dieses Verhaltens daraufhin ansteigt.” und “Eine Verstärkung kann auch darin bestehen, dass ein Ereignis in der Umwelt des Organismus vermieden oder beendet wird und die Rate des Verhaltens daraufhin ansteigt. Man spricht dann von negativer Verstärkung.”

  • Bliebe die Frage: Kann ich zuverlässig in einer Situation, in der ich etwas lernen muss, was ich aber nicht unbedingt lernen will, eine Veränderung meiner Umwelt zum Positiven nach einem Lernerfolg herbeiführen? Ich meine: Abgesehen von den üblichen Tricks wie “Hey, wenn ich die Prüfung geschafft habe, fahre ich an den Strand und kauf mir ein Eis”? :-)

  • Ich kenn nur den Trick mit dem Eis… der funktioniert auch, meiner Erfahrung nach. ;)


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