26. Mai 2008...11:44

Geben Frauen zu früh auf?

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Ein interessantes (nicht zu langes) Interview zum Thema “Weibliche Karriere” ist heute auf sueddeutsche.de erschienen: “Frauen geben zu früh auf“.

Damit sich mehr Frauen um Führungspositionen bewerben, bedarf es nicht nur besserer äußerer Rahmenbedingungen. Auch an der inneren Einstellung muss noch weiter gefeilt werden, sagt der Wirtschaftswissenschaftler Thomas Spengler.

Folgende Frage regt mich an, meinen Kommentar dazu zu geben:

SZ: Könnte es auch an fehlenden weiblichen Rollenvorbildern liegen?

Spengler: Wir haben doch wunderbare “role models” in der Politik. Auch Mentorinnenprogramme haben einiges bewegt.

Reichen Rollenvorbilder in der Politik? Und sind Frauen als Vorbilder in anderen Bereichen denn wirklich sichtbar? Also für mich – die ich danach suche – zumindest nicht offensichtlich. Auch fehlen oft Vorbilder im alltäglichen Umfeld, die zeigen, dass es ein erreichbares Ziel ist, eine Frau in Führungsposition (mit Familie) zu werden. Zudem ist das auch kein erstrebenswertes Ziel, wenn es keinen Spaß, sondern nur Stress bedeutet. Alle, die ich kenne, suchen nach einem Job, der sie erfüllt – einen Traumberuf, wenn man so will… Die Karriere ist dabei doch eher erfreuliche Nebensache? Sind wir nicht eher auf der Suche nach dem Glück (Interview: Die Glücksfrage), als auf der Suche nach Machtpositionen? Oft wird das ja anscheinend verwechselt…

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