Christian Spannagel (Autor von Chrisp’s virtual comments) beantwortete vor Kurzem 17 Fragen an … im Wissenschafts-Café.
Das Wissenschafts-Café soll die Sichtbarkeit von wissenschaftlichen Blogs erhöhen und zum Streifzug durch die wissenschaftliche Blogosphäre einladen!
Christian, der sich kürzlich öffentlich zum „öffentlichen Wissenschaftler“ ernannt hat (und auch schonmal Kommentare in meinem Blog hinterlassen hat
), beantwortet hier einige Fragen zum Bloggen, Forschen und wie sich beides miteinander vereinbaren lässt. Für ihn ist ein Weblog ein „Denkwerkzeug“, welches Wissenschaftlern die Möglichkeit bietet,
… mit Studierenden und mit anderen Menschen Diskussionen über diese Ideen zu führen.
Ich kann mich dieser Aussage anschließen. Allerdings füge ich noch den relativierenden Begriff „potentiell“ hinzu (also „potentiell ist das Weblog für mich ein …“), da zwar Diskussionen entstehen können, dies jedoch eher die Seltenheit ist. Damit wirklich Diskussionen entstehen, muss ein Blog viele Leser haben, die bereits die Hemmschwelle überschritten haben, Kommentare zu schreiben. Die ARD/ZDF-Studie zeigt aber, dass 2007 gerade mal 11% der Onlinenutzer Weblogs nutzen (8% nutzen Weblogs aber seltener als einmal die Woche).
Kennt jemand eine Studie mit Zahlen zur Weblognutzung durch Wissenschaftler?
3 Kommentare
9. Juni 2008 um 8:46
Vielen Dank für das Aufgreifen meiner Antworten im Wissenschaftscafe!
Eine entsprechende Studie kenne ich leider nicht.
10. Juni 2008 um 3:29
Im Prinzip liegt es ja an uns selbst, ob auch wir eine engagierte Diskussions- und Kommentarkultur pflegen.
Deshalb: Wissenschaftsblogger kommentiert gegenseitig! Das senkt die Hemmschwelle für andere (potentielle) Kommentatoren.
Zur Studie der Blognutzung durch Wissenschaftler: die gibt es bislang m.E. nicht. Ich selbst habe aber erst vor wenigen Woichen einen Projektantrag geschrieben, der genau das klären will.
10. Juni 2008 um 3:40
Ob ein Blog-Beitrag schon Kommentare hat ist ein wichtiger Faktor, denke ich. Das merke ich an meinem eigenen Verhalten. Mir fällt es viel leichter mitzudiskutieren als dagegen die Erste zu sein, die eine Diskussion beginnt. Bei meinem eigenen Blog ist das natürlich was anderes…