Archiv der Kategorie: annafant

Diss-Fortschrittsindikator

Ein ehemaliger Kollege hat mich letztes Jahr darauf gebracht, meinen Arbeitsfortschritt explizit durch eine Fortschrittsanzeige deutlich zu machen. Er hatte uns Kollegen Anfang letzten Jahres regelmäßig über die Anzahl seiner fertig geschriebenen Seiten informiert. Diese Seitenzahl sagt zwar nichts über den Inhalt aus, kann aber – wie ich für mich festgestellt habe – motivieren weiterzumachen. Ich weiß also am Ende des Tages, wieviel ich im Verhältnis geschafft habe. Die Seitenanzahl lässt sich auch in eine Prozentzahl umrechnen, wenn man sich auf eine gewünschte Gesamtseitenzahl der Arbeit festlegt. Ich peile gerade 120 Seiten an. Durch meinen Diss-Fortschrittsindikator kann ich neuerdings immer wunderbar kurz auf die Frage “Wie weit biste?” antworten: “Ich hab jetzt 30% korrekturbereite Seiten”.

Diss-FortschrittsindikatorZusätzlich hab ich noch ein Farbsystem, das anzeigt, welche Kapitel schon fast fertig (grün), bearbeitet (gelb) und bei weitem noch nicht fertig (orange-rot) sind (vorläufige Notizen berücksichtige ich dabei nicht… nur fertiges zählt). Am Ende einer Schreibphase trage ich immer die neuen Werte in eine simple Tabelle ein und rechne mir den Prozentwert manuell aus (nicht mit Excel). Das ist eine gute, beruhigende Aktivität, um mich aus den zuvor getätigen Gedankengängen zu lösen und wieder in den Alltag zurückzukommen… z.B. Duplo-Krankenwagen bauen, Möhrensuppe kochen, Sandkuchen backen oder Wäsche aufhängen ;)

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Pause vorbei

Hab mich gerade spontan entschieden diesen Blog wieder zum Leben zu erwecken, weil ich mich im Endspurt meiner Dissertationsphase befinde. Das Ende hatte sich etwas nach hinten hinausverschoben. Hab ein Kind bekommen und so…

Jetzt hab ich vor wieder darüber zu berichten, wie ich mich zum Schreiben motiviere, die Arbeit an der Diss organisiere und was ich mir inhaltlich so überlege. Da ich die Arbeit auf Englisch schreibe, könnte es sein, dass ich den ein oder anderen Beitrag auch mal in dieser Sprache veröffentliche.

(…)

Jetzt hatte ich gerade kurz innegehalten, weil ich mir natürlich auch Gedanken mache, ob mich das Blogschreiben möglicherweise von der eigentlichen Arbeit ablenkt. Naja, ein Test ist es wert, nicht wahr? Falls jemand in einer ähnlichen Situation ist, freue ich mich über Kontaktaufnahme! Tschö!

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Teilchen im “Thesis Repulsor Field”

Der erste Abschnitt des Sommerurlaubs ist vorbei und ich warte nun, nach 14 Tagen Uni-Abstinenz (die dem Post “Dissertation Myth # 9: It Will Ruin Your Life” auf To Do: Dissertation nach empfehlenswert sind) auf Eingebungen bzw. Flow-Erlebnisse bzgl. meiner Diss. In der Tat kann ich mich stattdessen wiedermal sehr gut in einige der kürzlich veröffentlichten Phd-Comics einfühlen, weil ich darin offensichtlich die Hauptfigur spiele… :)

“Aber… Das ist doch meine ToDo-Liste!!!”

Und auch folgendes Modell erscheint mir sehr plausibel…

Was mich etwas beruhigt, ist, dass ich anscheinend nicht allein mit diesen mysteriösen Effekten zu kämpfen habe. Aber wie finde ich nach dem Urlaub jetzt am Besten wieder den Einstieg? Ich werde wohl nochmal die getwitterten Tipps von TDDissertation durchgehen müssen…

Piled Higher and Deeper‘ by Jorge Cham is the popular comic strip about life, or the lack thereof, in grad school. Check it out by going to www.phdcomics.com

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Meine Diss in verständlichem Deutsch?

… Immer wieder wird man  gefragt und dann steht man vor der Herausforderung oder besser Kunst jemandem der nicht auch nur annähernd was damit zu tun verständlich und in wenigen Sätzen das eigene Forschungsthema zu erläutern ohne dabei einzuschläfernd zu wirken…

“Was das Thema meiner Dissertation ist? Es beschäftigt sich mit Evaluation von Blended Learning Veranstaltungen [ähhh... was?]. Genauer gesagt mit Action Research in Blended Learning Veranstaltungen [nochmal ähhh... was?]. Action Research bedeutet, dass die Lehrenden und Studierenden selbst ihre Lehrveranstaltung in der sie agieren evaluieren. Der Zweck dahinter ist die Verbesserung der Lehre, in diesem Fall auch der Online-Lehre [ahhhso...!?! <keine Vorstellung>]. Ziel meiner Dissertation ist diesen begleitenden Evaluations- und Qualitätssicherungsprozess, den jeder auch jetzt schon durchführen kann, wenn er oder sie gerne möchte, zu vereinfachen. Dafür entwickle ich – wie Informatiker/innen das so gerne machen – Tools, die die Nutzer bei ihren Action Research Aktivitäten unterstützen sollen [hmmmm....ok ... verstehe... jaja]. Speziell geht es bei mir um Monitoring-Tools [wat?]. Eine meiner Vermutungen ist, dass mehr Lehrende ihre Lehre informell evaluieren, wenn sie derartige AR-Tools in den von ihnen bereits genutzten Learning Management Systemen vorfinden [...???]. Dafür müssen die Tools natürlich besonders Nutzerfreundlich sein. Es muss klar sein, wie die Tools zu verwenden sind. Eine Möglichkeit ist vielleicht, Standardauswertungen zur Verfügung zu stellen, die bereits vorhandene, interessante Daten visuell verständlich und ansprechend aufbereiten. Dafür könnten z.B. Logfile-Analysen durchgeführt werden, die mit Hilfe von Data Mining Algorithmen [... Bahnhof???] neue vorher nicht sichtbare Informationen präsentieren und visuell verständlich aufbereiten.”

…hier drehts sich der Zuhörer nun spätestens hilfesuchend um, ob jemand zur Ablenkung eingreifen kann… Ich bin aber noch nicht fertig und komme langsam in Fahrt :)

“Für die Visuelle Aufbereitung eignen sich z.b. Dashboards. Diese sind auch dafür nützlich Daten aus verschiedenen Quellen zusammen auf einer Seite übersichtlich zu präsentieren. Durch die zeitnahe Präsentation während des Verlaufs einer Lehrveranstaltung kann der Betrachter (richtig und falsche) Schlüsse über stattfindende Lehr- und Lernprozesse ziehen. Über Interaktion mit den anzeigten Daten können weitere Informationen gewonnen werden. Um den Prinzipien des Action Research dabei zu folgen, sollten jedoch Forschungsfragen formuliert bzw. ausgewählt werden, die die Lehrenden interessieren. [Du liest diesen Text immernoch?] Erst durch die Bestimmung der Forschungsfragen wird es auch möglich zu definieren, welche Methoden zur Datensammlung benötigt werden. Diese Bestimmung kann entweder automatisch erfolgen oder durch den Benutzer manuell. [Wow... du interessierst dich auch für das Thema oder eher für mich ;) ???]

Durch eine Analyse möglicher Forschungsfragen, habe ich bereits eine ungefähre Ahnung davon bekommen, welche Daten relevant werden könnten. Es scheint als seien (quantitative und qualitative) Daten, die aus Fragebögen an die Studierenden gewonnen werden, eine zentrale Quelle, die in diversen Veröffentlichungen auch immer wieder erwähnt wird. Eine weitere Möglichkeit quantitative Daten zu bekommen sind Logfile Analysen, die häufig in Kombination mit Fragebogenauswertungen durchgeführt werden um Interpretationen zu festigen/verifizieren. Auch wichtig sind anscheinend Klaursur oder e-Testdaten. Diese geben nämlich Aufschluss darüber, ob das Lernen erfolgreich war oder nicht. [Immernoch am Ball?? Dann bitte ich um Feedback!!!]

Die interessanten Fragen, die auf erfolgreiches Lernen und Betrachtung von Diversity im Lernen abzielen, beziehen immer mehrere Datenquellen ein. Dafür ist es wichtig, dass die Daten einer Person zugeordnet werden können. Erst dann kann man sagen: Dieser Nutzer hat sich so und so im Lernportal bewegt, hat folgende Antworten auf unseren Fragebogen gegeben und hat folgende Note in der Hausaufgabe/Klausur. Die richtige, tatsächliche Person ist dabei nicht wirklich relevant (kein Assessment), d.h. es ist egal wer dieser Student ist. Die persönlichen Daten können also auch unter einem Pseudonym abgespeichert werden, weil die Analyse sowieso über eine größere Gruppe von Nutzern durchgeführt werden soll. Das Pseudonym muss allerdings für die Zuordnung und Korrelation unterschiedlicher Daten eindeutig sein. Einerseits könnte man hier …”

nee … Schluß!… jetzt ist Feierabend! bätsch… Lass uns über was anderes reden…  #vuvuzelas #wm #lost-ende #gntm ich bin bestens informiert und kann mich anpassen… ;)

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PhD-Comic Frühlingstipp

Piled Higher and Deeper‘ by Jorge Cham is the popular comic strip about life, or the lack thereof, in grad school. Check it out by going to www.phdcomics.com

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What makes humans human?

What makes you a human?

How do you act human?

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The Art of Engineering

Das ist ja schon noch ein Traum von mir: Informatik mit Kunst verbinden. Wie ich jetzt drauf komme? … bin gerade über die Finalisten des Wettbewerbs “Art of Engineering” gestolpert und finde die Projekte sehr sehr super…

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Wissenschaft des Glücklicher Seins

I like this talk: Positive Psychology – The Science of Happiness by Tal Ben-Shahar.

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Exzellente Lehre und Karriere in der Lehre?

Ich würde ja gern wissen, ob sich mit den Ambitionen und der Förderung der exzellenten Lehre an der RWTH auch neue Möglichkeiten zur Karriere in der Lehre eröffnen, denn das würde es attraktiver machen, innovative gute Lehre zu gestalten, oder? Gute Lehre machen bedeutet auch Zeit in diese zu investieren, die an anderer Stelle verloren geht. Das lohnt sich dann, wenn ich gute Aussichten habe als “exzellenter Lehrender” die Karriereleiter zu erklimmen.

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Warum eLearning?

Lernen findet in mir statt. Es gibt somit – im wörtlich übertragenen Sinne – kein eLearning (= elektronisches Lernen). Aber so wird eLearning (meist) auch nicht verstanden. (Außer einmal im Fitnessstudio als ich von einem Trainer  gefragt wurde, ob das eLearning sei, wenn man so einen Chip im Gehirn implementiert hätte). Naja, im bin keine Medizinerin… vielleicht sind die Synapsen und Kurzschlüsse in meinem Gehirn in gewisser Weise auch elektronisch, aber eins weiß ich: Ich habe leider keinen Chip im Gehirn, der diese Aufgabe automatisch für mich übernimmt. Lernen passiert zwar teilweise automatisch, ist aber meist auch sehr viel Arbeit (besonders, wenn ich mir bewusst vornehme, etwas zu lernen).

Den meisten Definitionen von eLearning ist gemeinsam, dass sie sich auf das Lernen mit elektronischen Medien beziehen. Medien können mich zum Lernen anregen oder mir helfen etwas zu wiederholen und zu üben. Sie können mir Zugang zu Menschen, zu Wissen und zu Aktivitäten verschaffen, den ich sonst nicht hätte.

Lernen ist lebenswichtig. Man stelle sich ein Baby vor, das nicht lernt. Jeder Mensch lernt jederzeit. Aber jeder Mensch ist anders, lernt anders und hat andere Möglichkeiten, zu lernen, weil jeder Mensch von einer anderen Lernumgebung umgeben ist.

Lernen lässt sich jedoch immer auf die Grundbedürfnisse des Menschen zurückführen

Wir haben körperliche Grundbedürfnisse. Wir müssen atmen. Natürlich müssen wir auch trinken und essen. Wir brauchen dazu Wärme, die wir z.B. durch Kleidung oder eine Unterkunft bekommen können. Und wir brauchen ab und an Ruhe und Entspannung und vor allem unseren Schlaf. Haben wir von einem dieser Dinge zu wenig, dann wird unser Körper krank. Aber nicht nur der Körper braucht Gesundheit.

Wir haben auch seelische Grundbedürfnisse, wie Sicherheit und soziale Kontakte. Sicherheit und Schutz bekommen wir z.B. durch unsere Unterkunft, aber auch durch Regeln und Ordnungen, wie z.B. Gesetze und Rituale. Außerdem brauchen wir soziale Beziehungen: Freunde, Partnerschaft, Liebe, Sexualität, Fürsorge und Kommunikation.

Um also herauszufinden, was mich zum Lernen bewegt, muss ich mir die Fragen beantworten: Was ist mir wichtig? Was sind meine Grundbedürfnisse? Was macht mich glücklich?

Beispiel: Ich möchte ein intelligenter Mensch sein. Warum? Um Anerkennung von Menschen, die ich bewundere, zu bekommen. Warum? Um als ebenbürtige Gesprächspartnerin angesehen zu werden. Warum? Um mich selbst zu respektieren, zu lieben und um Selbstvertrauen zu haben. Warum? Um selbst die Kraft zu haben, Vorbild für andere zu sein. Anerkennung von wem und Vorbild für wen? Natürlich für mein Netzwerk an sozialen Beziehungen.

Durch die Grundbedürfnisse sowie durch das was wir bisher erfahren und gelernt haben werden unsere weiteren großen Ziele und Wünsche abgeleitet. Ich will Freiheit! Wie kann ich durch mein Sein die Welt ein wenig besser machen? Wie kann ich andere Menschen glücklich machen, ihnen helfen und ihnen das Leben angenehmer machen, denn das macht mich ebenfalls glücklich. Ich möchte für Gerechtigkeit sorgen! Fehler und Probleme beheben! …

Anders betrachtet: Mein pragmatischer, bodenständiger Lebenserhaltungstrieb sorgt natürlich auch dafür, dass ich Geld verdienen will um selbstständig und unabhängig zu sein und da ich Keinem zur Last fallen möchte.

All das bestimmt (manchmal unbewusst) was ich Lernen will.

Mein Lernen benötigt Motivation und Interesse. Motivation kann durch Spaß an etwas und durch Erfüllung entstehen. Motivation kann sich aber auch durch Angst vor etwas anderem ergeben. Spaß an einer Sache fördert das Lernen von anderen „Nebensachen“, die mit der ersten Sache zusammenhängen. Angst habe ich z.B. vor dem Versagen in anstehenden Prüfungen. Prüfungen möchte ich bestehen, um nicht als unfähig zu gelten und auch das zu erreichen, was ich mir in den Kopf gesetzt habe. Daher lerne ich hier ganz bewusst und manchmal ist das eine Qual, wenn ich Sachen lernen muss, von denen ich nicht weiß wofür ich sie eigentlich brauche. Hier fehlt dann die Motivation deutlich. Sie macht das Lernen nämlich leichter.

Ich habe aber manchmal auch scheinbar auch einfach so Interesse an Wissen, das mich fasziniert: Technologie fasziniert mich, Physik fasziniert mich: Wie funktioniert die Welt? Wie funktioniert ein Computer? Wie funktioniert Lernen? Es fasziniert mich, was andere Menschen zustande bringen: Kann ich das auch? Was kann ich eigentlich alles? Ich spiele, lerne spielend, aus Versehen, implizit, eifere – ohne mir groß Gedanken darüber zu machen – Vorbildern (Eltern, Lehrern, Freunden) nach und eigne mir so nützliches Wissen und Fähigkeiten an, welches ich irgendwann brauchen kann.

All das treibt mich zum Lernen an und ich ergreife jede Chance, die sich ergibt, egal was: Ein interessanter Vortrag durch eine inspirierende Person (ob zufällig von meinem Gegenüber im Café oder bewusst im Hörsaal), ein Buch oder Text (ob aus Papier oder digital), eine Geschichte (ob gehört, gesehen, geträumt, live erzählt oder im Fernsehen oder Internet mitbekommen), ein Spiel (ob auf dem Brett, in der freien Natur, im Internet oder auf der Playstation), ein Gespräch, Fragen und Antworten (von Angesicht zu Angesicht oder online) und ein persönliches Erlebnis (mit Haut und Haaren erfahren oder in Gedanken durchgespielt).

Hier kommen also die Medien, die mir neue Lernmöglichkeiten eröffnen wieder ins Spiel und ich bin wieder bei der obigen Frage:

Warum eLearning? Ganz einfach: um mir eine Vielfalt an Möglichkeiten zum Lernen (Inhalte aber auch Kontakte zu anderen Menschen) zu eröffnen, die ich sonst nicht hätte.

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