Das ist ja schon noch ein Traum von mir: Informatik mit Kunst verbinden. Wie ich jetzt drauf komme? … bin gerade über die Finalisten des Wettbewerbs “Art of Engineering” gestolpert und finde die Projekte sehr sehr super…
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Lebhafte Gender-Diskussion
Während unseres Forschungskolloquium-Termins ist kürzlich eine rege Debatte um die Begriffe “Gender” und “Gender-Mainstreaming” entstanden. Quelle für diese Diskussion war meine geplante Vorstellung des BMBF GM-Leitfadens für Lehr- und Lernumgebungen, der eigentlich planmäßig Hauptdiskussionspunkt werden sollte, um gegebenenfalls eigene Empfehlungen für unsere Projekte zu definieren. Nun… dazu sind wir bisher (noch) nicht gekommen.
In meine Präsentation hatte ich anfangs die Fragen “Was versteht ihr unter dem Begriff Gender?” und “Was sind Gender-Mainstreaming und Gender-Forschung?” provokativ an meine Forscherkollegen und Kolleginnen zur Beantwortung übergeben. Und das war der Auslöser der Definitions-Diskussion!
Mir hat die Diskussion viel Spaß gemacht und im Grunde wurde deutlich, dass alle bestimmte Vorstellungen von den Begriffen hatten – wie ich -, aber keiner genau sagen konnte, worum es dabei wirklich geht – auch ähnlich, wie ich. Für unsere Gruppe hat es – meiner Meinung nach – viel gebracht, weil wir ein wichtiges (aber brenzliges) Thema (im Sinne von: nicht-so-einfach-ohne-Meinungsverschiedenheiten-zu-besprechen) diskutiert haben und nun wahrscheinlich auch sensibilisiert für Gender-Aspekte in der Lehre sind.
Die Diskussionsinhalte haben gezeigt, dass der Begriff “Gender” meist mit “Frauenförderung” gleichgesetzt wird und daher bei Vielen (sowohl Männern als auch Frauen) eine ablehnende Haltung auslöst. Eher weniger war bewusst, dass er die gesellschaftlich geprägten Rollen – das “soziale Geschlecht” – von Frauen und Männern bezeichnet. Der Begriff “Gender-Mainstreaming” für die “Gleichstellung der Geschlechter” – wurde von den Diskussionsteilnehmer als falsch gewählt empfunden, da er durch die deutsche Übersetzung mit “Durchschnitt” (mainstream) missverständlich ist.
Ich beschäftige mich seit einigen Wochen mit “Gender und Informatik” (genauer: mit den Fragen “Warum wenige Frauen Informatik studieren” und “wie man das vielleicht ändern könnte“; dabei bin ich auch auf den oben genannten Leitfaden gestoßen, den ich demnächst in einem anderen Beitrag ansprechen möchte). Als wesentlichen Faktor für die möglicherweise geringe Attraktivität der Informatik als Studienrichtung sehe ich das Nerd-Bild der Informatik in unserer Gesellschaft. Vielleicht können Empfehlungen der Gender-Forschung für das Informatik-Studium Verbesserungen bringen? Häufig werden im Leitfaden typische Usability-Methoden (wie Analyse der Zielgruppe, berücksichtigung unterschiedlicher Lerntypen, Partizipation der späteren Lerner, etc.) genannt, um Lehre gendergerecht zu gestalten. Die Beschäftigung mit Gender-Themen in der Informatik-Lehre kann also eventuell dazu führen, dass die Lehre für alle Lernenden verbessert sowie attraktiver wird (nicht nur aus Sicht der Frauen); also die Förderung unterschiedlicher Lerntypen und Lernkulturen, etc., bedeutet, und z.B. bezogen auf eLearning zur allgemeinen Steigerung der Usabitity von Lehr- und Lernumgebungen und Lerninhalten führen kann.
Podcast zu Gender-Mainstreaming im eLearning
Im ca. 15-minütigen Podcast “E-Learning – Sendung 6: Gender Mainstreaming” auf www.podcast.de wird dargestellt inwieweit Frauen und Männer unterschiedlich lernen und was entsprechend bei der Entwicklung von eLearning-Inhalten berücksichtigt werden sollte. Konkret werden 11 wichtige Aspekte für Gender Mainstreaming aufgezählt und kurz erläutert. Schön finde ich die Aussagen, dass “jeder Mensch anders lernt” und daher generell die “Offenheit für die Verschiedenheit von Menschen” immer Grundlage für die Entwicklung von eLearning sein sollte. “Kenne deine Zielgruppe!” ist ja auch eine Grundregel für jegliche benutzerfreundliche Software.
Made in Aachen
Wenn man heimlich Aachen-Fan ist (und ich meine jetzt die Stadt und nicht den Fußballverein), dann sollte man sich diesen Beitrag durchlesen, weil ich über eine aachenspezifische Entdeckung schreibe, die – zugegebenermaßen – leicht zu finden ist.
Im wunderschönen Altbauhaus am Büchel 10 – dessen obere Etagen ich, so sei nebenbei gesagt, nicht ungern bewohnen würde – hat ein Ladenlokal eröffnet, das Kaffe, Kuchen und Qualitätsprodukte mit dem Label “Made in Aachen” in tollem Ambiente anbietet. Da gibt es Senf, Marmelade und Dosen-Kohlrouladen made in Aachen. Und es gibt Kalender, Tassen, Schals, T-Shirts und Hüte made in Aachen. Außerdem gibt es Kunstwerke, besondere Möbel und Deko-Artikel made in Aachen…
Dieses Aachen-Warenhaus, durch das ich heute das erste – aber nicht letzte Mal – durchgewandelt bin, wirkt wie ein Mini-Museum, in dem man die Sachen, die einem gut gefallen, auch kaufen darf. Sehr inspirierend kann ein Spaziergang dorthin für diejenigen Leser sein, die noch nicht alle Geschenke beisammen haben!
Mehr über das Konzept von Aixcellent in Aachen, verrate ich hier nicht. In den Presseberichten und dem Infoflyer für Made-in-Aachen-Kooperationspartner stehen alle wichtigen Zusatzinformationen. Ich gratuliere Karina Radach und Tonja Bruckhaus zu ihrer guten Idee!
Review: World Usability Day
Leider hat es sich für mich nicht gelohnt, diese Veranstaltung zu besuchen. Die ersten beiden Vorträge gaben genau den Inhalt einer Grundlagenvorlesung wieder, die ich schon gehört hatte. Selbst die Power-Point-Folien waren die gleichen. Mir hätten persönliche Anwendungsberichte der Vortragenden besser gefallen. Mag sein, dass den anderen Anwesenden die Grundlagen der Usability nicht geläufig waren… Eigentlich kann man aber annehmen, dass Teilnehmer einer Usability-Veranstaltung schon ein gewisses Vorwissen haben. Hinzu kam, dass die interaktiven Elemente der Vorlesung aus Zeitgründen meist übersprungen wurden. Usability-Experten sollten wissen, dass Präsentationen auch benutzerfreundlich durchgeführt werden sollten.
Gleich World Usability Day
Heute findet neben den vielen Veranstaltungen in internationalen Großstädten auch eine Veranstaltung zum Welt-Benutzerfreundlichkeits-Tag in Aachen statt. Gleich werde ich hingehen. Das Programm wird jedoch größtenteils von einigen wenigen Vortragenden RWTHlern bestritten, daher bin ich noch skeptisch, ob ich bis zum Ende bleiben werde. Anderweitig ist auch noch viel zu tun. Ich hoffe, meine Kenntnis zur Usability nochmal auffrischen zu können und auch etwas dazuzulernen. Wenn sich jedoch die Themen zu sehr auch beispielsweise Handy-Usability beschränken werden, dann kann ich aktuell nichts damit anfangen. (Ich habe vor ein paar Tagen eins gekauft und denke nicht daran in nächster Zeit eins zu entwickeln
)
Handy-Usabilitytest selbstgemacht
Heute im Handyladen. Aufgabe: Handyauswahl und -kauf auf Basis der einfachsten Bedienbarkeit. Gar nicht so einfach. Nicht weil die Handys schwer zu bedienen sind (das kann ich immernoch nicht umfassend beurteilen) … nein … weil 90% aller angebotenen Mobiltelefone ein kleines Desktop-Foto aufgeklebt hatten. Aber man solls ja trotzdem immer wieder ausprobieren. … Wie ist denn die Menüführung von diesem da? Mir liegt viel daran, dass ich typische Aufgaben schnell erledigen kann. … Und oh Wunder, der Verkäufer verwendet genau dieses Handy privat und zaubert es aus der Hosentasche… Ausprobiert, und Einblick in das Privatleben des freundlichen Herrn erhalten. Und was ist mit dem da drüben? … Kein Problem, das hatte der andere Verkäufer! … So, an diesem Punkt bin ich ausgestiegen und werde die große Entscheidung erst in ein paar Tagen treffen. Ich wollte mir dieses Erlebnis nicht verderben. … Naja, ehrlich gesagt, war mein Favorit der beiden Versuchsobjekte auch gerade nicht kaufbar da…
