Archiv der Kategorie: frau

Awareness of gender stereotypes can harm people’s science performance

Im Research Digest Blog, der regelmäßig interessante neue Endeckungen der psychologischen Forschung vorstellt, wird ein Paper zusammengefasst, welches die Theorie untermauert, dass Leistungsunterschiede zwischen Geschlechtern (im MINT-Bereich) durch Beeinflussungen aus unserem sozialen Umfeld entstehen. Im Review “Unterstanding why girls underperforme at science” wird das Papers “National differences in gender-science stereotypes predict national sex differences in science and math achievement” vorgestellt. Die Autoren haben implizit vorhandene Gender-Science-Stereotypen unterschiedlicher Länder analysiert und mit Unterschieden in schulischen Science-Leistungstests verglichen. Ihre These und Erkenntnis waren

if something about being female really does predispose a person to be weaker at science, then across the world, girls should under-perform, on average, relative to boys. However, whilst this is true in some countries, other countries actually show the opposite pattern, with girls outperforming boys. [zitiert von BPS]

Im Anschluss fragten sie sich, ob kulturelles Gedankengut zu Gender und Science einen negativen Effekt auf die Leistung der Mädchen hat. Sie untersuchten dies mit Hilfe eines Assoziationstests auf einer Webseite, mit dem sie implizit vorhandene Vorstellungen über Gender und Science von fast einer halben Million Menschen aus 34 Ländern aufzeichneten.

Around the world, 70 per cent of participants exhibited an implicit stereotype – associating science with males more than females.

Verglichen mit den schulischen Science-Test-Ergebnissen der Länder galt:

They found a correlation with the implicit stereotype scores, so that in those countries where more people held stereotyped beliefs about gender and science, girls tended to under-perform at science relative to boys.

Schlussfolgerung:

culture’s implicit beliefs about science stereotypes can affect girls’ science performance in a mutually reinforcing fashion.

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Kommentare zu CyberMentor

Hier gibt es eine interessante Diskussion zur CyberMentor-Community und “Frauen in der Informatik”:
Wird das CyberMentor-Netzwerk Erfolg haben?.

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Dell-Lifestyle Use Case “Frau kauft Netbook”

Entsprechend der Dell-Lifestyle-Home-Marketing-Kampagne mit der Zielgruppe Frauen sahen die Use Cases zu den neuen Mini-Netbooks wie folgt aus:
Frau besucht die Dell-Lifestyle-Homepage:

“Oh wie schön” … “Was für hotte Netbooks, die meinem Lifestyle und meinen Klamotten matchen!” … “Ach es ist wohl sehr leicht” (keine Ahnung wie leicht) “und es gibt schützende stylish sleeves!” (Was auch immer das sein mag…)

<Klickt auf “Shop now”>

<Kurzer Blick auf die 4 technischen Details>

“Hmmm… was meinen die damit?”

<Wählt zwischen 100 stylischen Mustern>

<Sucht sich passende Assessoires aus>

“Hmmm… soll ich noch den rosa Fotoprinter dazu nehmen?”
… ->
<Kauft>

Gewicht ? WLan ? Battery ? Anschlüsse (keine Ahnung, egal!!)
Tastatur ? Display ? DVD Drive ? (keine Ahnung, egal!!)
Video Card ? Sound ? WebCam ? (keine Ahnung, egal!!)

Hier noch ein paar Pressestimmen:
# Dell Tries New Recipe for Gender-Based Marketing, Gets Burned
# Dell’s new marketing tactic? Sexism
# What Do Women Want in a Laptop?
# Dell reaches out to women with the same tired stereotypes
Die Seite war anscheinend vorher noch interessanter ;) Es gab wohl noch Use Cases zu Diätplänen und Fitness. Schade, dass ich mir schon ein Netbook gekauft habe, sonst hätte ich sofort zugeschlagen…

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Bewusst Lächeln für gute Laune!

Eben hab ich im BPS Research Digest Blog einen interessanten Artikel gelesen, der meiner Interpretation nach die Aussage belegt, dass Gesichtsausdrücke (also Lachen, Grinsen, Trauern…) die Stimmung einer Person beeinflussen können. Das hab ich selbst schon oft im Selbstversuch ausprobiert. Wenn ich dran denke, dann grinse ich manchmal morgens bewusst (etwas dämlich ;) ) vor mich hin, denn dann entspannt sich wirklich etwas im Kopf und ich hab das Gefühl, dass ich dann gute Laune bekomme…

Die Autoren dieses besagten Artikels haben dazu ein Experiment gemacht, indem sie das ganze mit Frauen, die sich Botox spritzen lassen, getestet haben. Botox ist ja, wenn ich es richtig verstanden habe, ein Gift, dass – wenn es in die Gesichtsmuskulatur gespritzt wird – die Muskeln lähmt. Ich bitte um Korrektur, falls das nicht stimmt! Man kann dann also nicht mehr richtig fröhlich oder richtig traurig oder richtig wütend gucken, mit dem Zweck keine Falten zu kriegen (ziemlich albern, weil Lachfalten doch wunderschön sind!). Ist doch wirklich blöd, sich selbst Gift spritzen zu lassen… vor allem, wenn man dann diesen Trick mit dem Lächeln morgens nicht mehr machen kann! (Das Bild oben ist von ürigens von serendipity’s auf flickr)

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Lebhafte Gender-Diskussion

Während unseres Forschungskolloquium-Termins ist kürzlich eine rege Debatte um die Begriffe “Gender” und “Gender-Mainstreaming” entstanden. Quelle für diese Diskussion war meine geplante Vorstellung des BMBF GM-Leitfadens für Lehr- und Lernumgebungen, der eigentlich planmäßig Hauptdiskussionspunkt werden sollte, um gegebenenfalls eigene Empfehlungen für unsere Projekte zu definieren. Nun… dazu sind wir bisher (noch) nicht gekommen.

In meine Präsentation hatte ich anfangs die Fragen “Was versteht ihr unter dem Begriff Gender?” und “Was sind Gender-Mainstreaming und Gender-Forschung?” provokativ an meine Forscherkollegen und Kolleginnen zur Beantwortung übergeben. Und das war der Auslöser der Definitions-Diskussion!

Mir hat die Diskussion viel Spaß gemacht und im Grunde wurde deutlich, dass alle bestimmte Vorstellungen von den Begriffen hatten – wie ich -, aber keiner genau sagen konnte, worum es dabei wirklich geht – auch ähnlich, wie ich. Für unsere Gruppe hat es – meiner Meinung nach – viel gebracht, weil wir ein wichtiges (aber brenzliges) Thema (im Sinne von: nicht-so-einfach-ohne-Meinungsverschiedenheiten-zu-besprechen) diskutiert haben und nun wahrscheinlich auch sensibilisiert für Gender-Aspekte in der Lehre sind.

Die Diskussionsinhalte haben gezeigt, dass der Begriff “Gender” meist mit “Frauenförderung” gleichgesetzt wird und daher bei Vielen (sowohl Männern als auch Frauen) eine ablehnende Haltung auslöst. Eher weniger war bewusst, dass er die gesellschaftlich geprägten Rollen – das “soziale Geschlecht” – von Frauen und Männern bezeichnet. Der Begriff “Gender-Mainstreaming” für die “Gleichstellung der Geschlechter” – wurde von den Diskussionsteilnehmer als falsch gewählt empfunden, da er durch die deutsche Übersetzung mit “Durchschnitt” (mainstream) missverständlich ist.

Ich beschäftige mich seit einigen Wochen mit “Gender und Informatik” (genauer: mit den Fragen “Warum wenige Frauen Informatik studieren” und “wie man das vielleicht ändern könnte“; dabei bin ich auch auf den oben genannten Leitfaden gestoßen, den ich demnächst in einem anderen Beitrag ansprechen möchte). Als wesentlichen Faktor für die möglicherweise geringe Attraktivität der Informatik als Studienrichtung sehe ich das Nerd-Bild der Informatik in unserer Gesellschaft. Vielleicht können Empfehlungen der Gender-Forschung für das Informatik-Studium Verbesserungen bringen? Häufig werden im Leitfaden typische Usability-Methoden (wie Analyse der Zielgruppe, berücksichtigung unterschiedlicher Lerntypen, Partizipation der späteren Lerner, etc.) genannt, um Lehre gendergerecht zu gestalten. Die Beschäftigung mit Gender-Themen in der Informatik-Lehre kann also eventuell dazu führen, dass die Lehre für alle Lernenden verbessert sowie attraktiver wird (nicht nur aus Sicht der Frauen); also die Förderung unterschiedlicher Lerntypen und Lernkulturen, etc., bedeutet, und z.B. bezogen auf eLearning zur allgemeinen Steigerung der Usabitity von Lehr- und Lernumgebungen und Lerninhalten führen kann.

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Geben Frauen zu früh auf?

Ein interessantes (nicht zu langes) Interview zum Thema “Weibliche Karriere” ist heute auf sueddeutsche.de erschienen: “Frauen geben zu früh auf“.

Damit sich mehr Frauen um Führungspositionen bewerben, bedarf es nicht nur besserer äußerer Rahmenbedingungen. Auch an der inneren Einstellung muss noch weiter gefeilt werden, sagt der Wirtschaftswissenschaftler Thomas Spengler.

Folgende Frage regt mich an, meinen Kommentar dazu zu geben:

SZ: Könnte es auch an fehlenden weiblichen Rollenvorbildern liegen?

Spengler: Wir haben doch wunderbare “role models” in der Politik. Auch Mentorinnenprogramme haben einiges bewegt.

Reichen Rollenvorbilder in der Politik? Und sind Frauen als Vorbilder in anderen Bereichen denn wirklich sichtbar? Also für mich – die ich danach suche – zumindest nicht offensichtlich. Auch fehlen oft Vorbilder im alltäglichen Umfeld, die zeigen, dass es ein erreichbares Ziel ist, eine Frau in Führungsposition (mit Familie) zu werden. Zudem ist das auch kein erstrebenswertes Ziel, wenn es keinen Spaß, sondern nur Stress bedeutet. Alle, die ich kenne, suchen nach einem Job, der sie erfüllt – einen Traumberuf, wenn man so will… Die Karriere ist dabei doch eher erfreuliche Nebensache? Sind wir nicht eher auf der Suche nach dem Glück (Interview: Die Glücksfrage), als auf der Suche nach Machtpositionen? Oft wird das ja anscheinend verwechselt…

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Studieren Frauen lieber online?

Eine Pressemitteilung des idw, die zum Thema “Gender und eLearning” passt:

“Der Frauenanteil von Informatik-Studiengängen liegt in Deutschland zwischen zehn und 15 Prozent. Mit über 21 Prozent Studentinnen liegt der Online-Studiengang “Web- und Medieninformatik” der FH Dortmund in Deutschland an der Spitze, was den Frauenanteil betrifft.”
(Studieren Frauen lieber online?)
Wichtig ist den Frauen hier:
  1. Freie Zeiteinteilung
  2. Jederzeit anfangen, keine Semestereinteilung
  3. Freie Wahl, ob Module nacheinander oder parallel belegt werden
  4. Ortsunabhängigkeit – keine Fahrzeiten zu Präsenzveranstaltungen
  5. Optimale Betreuung
  6. Praxisrelevanz der Inhalte, Anwendbarkeit im direkten Berufsumfeld
  7. Interessante Modulzusammenstellung
  8. Modulreihenfolge frei wählbar, nach “Vorlieben”

Diese Umfrage unter Studentinnen des online Informatik-Studiengangs ist mir allerdings nicht detailliert genug dargestellt. Wer studiert diesen Studiengang genau? Wie alt sind diese Frauen? Was motiviert die weiblichen/männlichen Studenten? Waren oder sind die Studierenden (schon mal) berufstätig? etc… Außerdem wäre ein Vergleich zu anderen online Studiengängen sinnvoll, um zu erfahren, wie es da um die Motivation der Studierenden steht. Ich kann nicht ganz nachvollziehen und glauben, dass Frauen ausgerechnet Informatik lieber online studieren wollen!?! Die Ergebnisse der Umfrage sind mir noch nicht aussagekräftig genug dargestellt.

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Unser Girls’Day Programm

“Spaziergang durch die Informatik”

10:00 – 10:30 Uhr
Kennenlernen und Einführungsspiel

10:30 – 11:00 Uhr
TableLemmings-Spiel

11:00 – 11:30 Uhr
RatPack-Projekt

11:30 – 12:00 Uhr
Computergraphik-Demos

12:00 – 12:15 Uhr
Spaziergang zum Rechenzentrum

12:15 – 12:45 Uhr
Virtuelle Realität Demo der CAVE

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Spannender Girls’ Day

Obwohl ich nach unserem Workshop, Jobabstecher und Conference English Kurs (…ähm und Topmodels) ganz schön K.O. bin, möchte ich noch erwähnen, dass ich den Tag sehr gelungen fand. Unser “Spaziergang durch die Informatik” war auch für mich spannend. Nähere Details werden bald folgen… Jetzt erstmal Gute Nacht!

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Heute Girls’ Day

Heute ist Girls’ Day an der RWTH Aachen. Mit 5 anderen Informatikerinnen habe ich geholfen einen kleinen “Spaziergang durch die Informatik” für die Mädels vorzubereiten. Jetzt geht’s gleich los und ich bin mal gespannt, ob alles so läuft, wie wir uns das vorgestellt hatten…

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