Archiv der Kategorie: frausein

Dell-Lifestyle Use Case “Frau kauft Netbook”

Entsprechend der Dell-Lifestyle-Home-Marketing-Kampagne mit der Zielgruppe Frauen sahen die Use Cases zu den neuen Mini-Netbooks wie folgt aus:
Frau besucht die Dell-Lifestyle-Homepage:

“Oh wie schön” … “Was für hotte Netbooks, die meinem Lifestyle und meinen Klamotten matchen!” … “Ach es ist wohl sehr leicht” (keine Ahnung wie leicht) “und es gibt schützende stylish sleeves!” (Was auch immer das sein mag…)

<Klickt auf “Shop now”>

<Kurzer Blick auf die 4 technischen Details>

“Hmmm… was meinen die damit?”

<Wählt zwischen 100 stylischen Mustern>

<Sucht sich passende Assessoires aus>

“Hmmm… soll ich noch den rosa Fotoprinter dazu nehmen?”
… ->
<Kauft>

Gewicht ? WLan ? Battery ? Anschlüsse (keine Ahnung, egal!!)
Tastatur ? Display ? DVD Drive ? (keine Ahnung, egal!!)
Video Card ? Sound ? WebCam ? (keine Ahnung, egal!!)

Hier noch ein paar Pressestimmen:
# Dell Tries New Recipe for Gender-Based Marketing, Gets Burned
# Dell’s new marketing tactic? Sexism
# What Do Women Want in a Laptop?
# Dell reaches out to women with the same tired stereotypes
Die Seite war anscheinend vorher noch interessanter ;) Es gab wohl noch Use Cases zu Diätplänen und Fitness. Schade, dass ich mir schon ein Netbook gekauft habe, sonst hätte ich sofort zugeschlagen…

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Geben Frauen zu früh auf?

Ein interessantes (nicht zu langes) Interview zum Thema “Weibliche Karriere” ist heute auf sueddeutsche.de erschienen: “Frauen geben zu früh auf“.

Damit sich mehr Frauen um Führungspositionen bewerben, bedarf es nicht nur besserer äußerer Rahmenbedingungen. Auch an der inneren Einstellung muss noch weiter gefeilt werden, sagt der Wirtschaftswissenschaftler Thomas Spengler.

Folgende Frage regt mich an, meinen Kommentar dazu zu geben:

SZ: Könnte es auch an fehlenden weiblichen Rollenvorbildern liegen?

Spengler: Wir haben doch wunderbare “role models” in der Politik. Auch Mentorinnenprogramme haben einiges bewegt.

Reichen Rollenvorbilder in der Politik? Und sind Frauen als Vorbilder in anderen Bereichen denn wirklich sichtbar? Also für mich – die ich danach suche – zumindest nicht offensichtlich. Auch fehlen oft Vorbilder im alltäglichen Umfeld, die zeigen, dass es ein erreichbares Ziel ist, eine Frau in Führungsposition (mit Familie) zu werden. Zudem ist das auch kein erstrebenswertes Ziel, wenn es keinen Spaß, sondern nur Stress bedeutet. Alle, die ich kenne, suchen nach einem Job, der sie erfüllt – einen Traumberuf, wenn man so will… Die Karriere ist dabei doch eher erfreuliche Nebensache? Sind wir nicht eher auf der Suche nach dem Glück (Interview: Die Glücksfrage), als auf der Suche nach Machtpositionen? Oft wird das ja anscheinend verwechselt…

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Studieren Frauen lieber online?

Eine Pressemitteilung des idw, die zum Thema “Gender und eLearning” passt:

“Der Frauenanteil von Informatik-Studiengängen liegt in Deutschland zwischen zehn und 15 Prozent. Mit über 21 Prozent Studentinnen liegt der Online-Studiengang “Web- und Medieninformatik” der FH Dortmund in Deutschland an der Spitze, was den Frauenanteil betrifft.”
(Studieren Frauen lieber online?)
Wichtig ist den Frauen hier:
  1. Freie Zeiteinteilung
  2. Jederzeit anfangen, keine Semestereinteilung
  3. Freie Wahl, ob Module nacheinander oder parallel belegt werden
  4. Ortsunabhängigkeit – keine Fahrzeiten zu Präsenzveranstaltungen
  5. Optimale Betreuung
  6. Praxisrelevanz der Inhalte, Anwendbarkeit im direkten Berufsumfeld
  7. Interessante Modulzusammenstellung
  8. Modulreihenfolge frei wählbar, nach “Vorlieben”

Diese Umfrage unter Studentinnen des online Informatik-Studiengangs ist mir allerdings nicht detailliert genug dargestellt. Wer studiert diesen Studiengang genau? Wie alt sind diese Frauen? Was motiviert die weiblichen/männlichen Studenten? Waren oder sind die Studierenden (schon mal) berufstätig? etc… Außerdem wäre ein Vergleich zu anderen online Studiengängen sinnvoll, um zu erfahren, wie es da um die Motivation der Studierenden steht. Ich kann nicht ganz nachvollziehen und glauben, dass Frauen ausgerechnet Informatik lieber online studieren wollen!?! Die Ergebnisse der Umfrage sind mir noch nicht aussagekräftig genug dargestellt.

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Unser Girls’Day Programm

“Spaziergang durch die Informatik”

10:00 – 10:30 Uhr
Kennenlernen und Einführungsspiel

10:30 – 11:00 Uhr
TableLemmings-Spiel

11:00 – 11:30 Uhr
RatPack-Projekt

11:30 – 12:00 Uhr
Computergraphik-Demos

12:00 – 12:15 Uhr
Spaziergang zum Rechenzentrum

12:15 – 12:45 Uhr
Virtuelle Realität Demo der CAVE

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Spannender Girls’ Day

Obwohl ich nach unserem Workshop, Jobabstecher und Conference English Kurs (…ähm und Topmodels) ganz schön K.O. bin, möchte ich noch erwähnen, dass ich den Tag sehr gelungen fand. Unser “Spaziergang durch die Informatik” war auch für mich spannend. Nähere Details werden bald folgen… Jetzt erstmal Gute Nacht!

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Heute Girls’ Day

Heute ist Girls’ Day an der RWTH Aachen. Mit 5 anderen Informatikerinnen habe ich geholfen einen kleinen “Spaziergang durch die Informatik” für die Mädels vorzubereiten. Jetzt geht’s gleich los und ich bin mal gespannt, ob alles so läuft, wie wir uns das vorgestellt hatten…

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Wissenschaftliche Karriere

Momentan hab ich wenig Zeit, meinen eigenen Gedanken nachzugehen… Hier aber ein Link zu einem interessanten Artikel bzw. Kommentar zur wissenschaftlichen Karriere von Frauen: Akademische Männerbünde? » Warum die Analyse der Diskriminierung von Frauen in der Wissenschaft so schwierig ist. Die darin genannte Studie muss ich erst noch lesen.

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Vier diskutieren über Verantwortung

Vier Aachenerinnen hab isch grad beim Diskutieren verfoljen dürfen… (die haben hochdeutsch gesprochen und nur manschmaln bischen öcherisch jeklungen).

Dabei waren Ulla Schmidt (Bundesministerin für Gesundheit), Gisela Nacken (Baudezernentin der Stadt Aachen), Gisela Kohl-Vogel (Geschäftsführerin der Kohl Automobil GmbH) und Prof. Kirsten Bobzin (Institut für Oberflächentechnik der RWTH Aachen). Die von Anne Reidt (Leiterin des ZDF-Landesstudios Hessen) moderierte Gesprächsrunde, die anlässlich der Verleihung des Karlspreises zu Aachen an Frau Bundeskanzlerin Merkel durchgeführt wurde, hieß „Frauen in Verantwortung“. Zitat aus der Broschüre des Karlspreis-Rahmenprogramms:

„Frauen aus Aachen und in Aachen sprechen und diskutieren über ihren Weg zu großer Verantwortung, über Hürden und Erfolge, über die Vereinbarkeit von Beruf und Familie.“

Resümierend möchte ich das Gespräch im Folgenden eher weniger chronologisch als in den meinerseits notierten stichpunktartigen inhaltlichen Aussagen wiedergeben (möglichst ohne meine eigene Meinung hinzuzufügen):

  • Angela Merkel wollte Macht und hat es deshalb geschafft.
  • Frauen in Verantwortung brauchen ein gutes Nervenkostüm und rheinländische Gelassenheit.
  • Mehr Frauen müssen in Entscheidungspositionen.
  • Wenn ich die obige Aussage bin muss ich auch kandidieren; sprich: als gutes Beispiel vorangehen.
  • Frauennetzwerke sind löchrig.
  • Ohne Netzwerke kann man so ein hohes Amt gar nicht ausführen.
  • Karriere & Familie lassen sich einfach miteinander vereinbaren, wenn man bereits eine (einsame) Führungsposition hat, aber der Weg dahin ist schwer.
  • Stichworte: Betreuung kaufen & Rabenmuttergefühl
  • Da muss jemand sein, der sich kümmert (ob eigene Mutter oder Mann).
  • Modellhafte Projekte zu Kinderbetreuung, Arbeitszeiten & Wohnen schlafen ein.
  • Karriere-Geheimrezepte: Familie erdet.
  • Der Mini tendiert zum Frauenauto, darf er aber nicht laut Marketingabteilung.
  • Fehler machen und daraus lernen ist besser als wenn Eltern alles Fehlermachen verhindern.
  • Mädchen können sich schwer vorstellen, den Rest des Lebens in der Werkstatt zu arbeiten.
  • Um CO2 kann durch reibung-reduzierende Beschichtungen vermindert werden.
  • Das Image von Ingenieuren ist zu schlecht.
  • Ingenieure werden gebraucht.
  • Frauen haben ein falsches Bild der Ingenieurwissenschaft in der Schulzeit.
  • Frauen ist nicht bewusst welche Bereiche es gibt.
  • Durch den Mangel, werden auch Frauen genommen.
  • Mütter können Vorbild sein, selbst wenn sie nur betonen, wie wichtig eine Ausbildung für die Tochter ist.
  • Es gibt keine Bewerberinnen für Professuren.
  • Die hat doch Kinder, kann die überhaupt kandidieren?
  • Norwegen hat eine 40% Quote.
  • Frau möchte das Fach weiterbringen und nicht als Quotenfrau rumgereicht werden.
  • Die Quote hat Ulla Schmidt und Gisela Nacken die Chance gegeben.
  • Fauen im “gebährfähigen” Alter werden in wirtschaftlich denkenden Unternehmen kritisch beäugt und nicht-gleichbehandelt wie Männer im gleichen Alter.
  • Frauen müssen Ziele formulieren und fordernder sein.
  • Sie dürfen keine Zweifel aufkommen lassen.
  • Die Quotenregellung hat bewirkt, dass ernsthaftere Entscheidungen getroffen werden.
  • Männer mit Kindern durchleben auch eine Zereissprobe durch Doppelbelastung.
  • Betreuungsgeld ist nicht haltbar.

Das ist was meine Notizen hergeben. Es wurde selbstverständlich noch mehr gesagt. Die Aachener Zeitung wird (wie mir ganz zufällig zu Ohren gekommen ist :) ) in Kürze mehr darüber berichten.

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Podcast zu Gender-Mainstreaming im eLearning

Im ca. 15-minütigen Podcast “E-Learning – Sendung 6: Gender Mainstreaming” auf www.podcast.de wird dargestellt inwieweit Frauen und Männer unterschiedlich lernen und was entsprechend bei der Entwicklung von eLearning-Inhalten berücksichtigt werden sollte. Konkret werden 11 wichtige Aspekte für Gender Mainstreaming aufgezählt und kurz erläutert. Schön finde ich die Aussagen, dass “jeder Mensch anders lernt” und daher generell die “Offenheit für die Verschiedenheit von Menschen” immer Grundlage für die Entwicklung von eLearning sein sollte. “Kenne deine Zielgruppe!” ist ja auch eine Grundregel für jegliche benutzerfreundliche Software.

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Gedankliches Zwiegespräch zu „MINT, Gender und eLearning“ (Teil 4)

[Fortsetzung von ... Teil 3]

8 ) Mädchen werden von den Jungen eingeschüchtert und trauen sich nicht im Unterricht mitzumachen. Diese These stützt sich durch die Aussage, dass Mädchen in reinen Mädchenschulen bessere Noten als in Koedukationsschulen erzielen (http://www.mgj-online.de). Das koedukative Schulsystem, in welchem Jungen und Mädchen gemeinsam unterrichtet werden ist quasi schuld. Getrennte Schulen würden zu anderen Ergebnissen führen.

9 ) Frauen (und auch Männer) empfinden naturwissenschaftliches (Schul-)Wissen als ausgesprochen spezialisiert und nicht „allgemeinbildend“. Die beruflichen Zukunftschancen werden als eng wahrgenommen.

10 ) Die Unterrichtskultur (also wie gelehrt und gelernt wird) könnte ausschlaggebend dafür sein, ob Mädchen den Unterricht interessant finden oder nicht. Je nach Fach unterscheiden sich die Methoden ja manchmal stark. Im Physikunterricht werden viele Experimente gemacht und Fakten gelernt, aber das große Gesamtbild fehlt vielleicht? Es könnte sein, dass Mädchen anders lernen z.B. indem sie mehr wert als Jungen darauf legen, etwas richtig zu verstehen und sich dabei nicht so schnell langweilen, wenn sie schon etwas wissen.

F: So… das reicht mir mit deiner Aufzählung von möglichen Ursachen dafür, dass Mädchen keine MINT-Fächer studieren! Ich bin wieder dran mit Fragen stellen…

[Fortsetzung folgt...]

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