Die Seite iOecher.de für neue Bewohner der Stadt Aachen finde ich optisch recht ansprechend. Das grüne Wallpaper mit dem Klenkes habe ich mir auch schon heruntergeladen. Die Seite soll Studierende dazu anregen, sich mehr als Aachener/innen zu fühlen (siehe AZ-Bericht “Aus Absolventen Oecher machen” vom 8.10.09). Ich kann mit nur nicht vorstellen, dass jemand diese Seite mehr als einmal aufsucht, da bisher doch recht wenig Inhalt angeboten wird. Ein bisschen mehr Community und Nutzerbeteiligung würde vielleicht schon helfen. Ich muss dabei z.B. direkt an die Seite Oecherflohmarkt (gibt’s nicht mehr?) denken, über die ich mir Einrichtungsgegenstände für meine erste Bude erstanden habe. Und wenn man Absolventen in Aachen behalten möchte, sollten vielleicht auch aktuelle Stellenangebote der Region präsentiert werden…
Archiv der Kategorie: studieren
Gedanken zu Lehre, Blended Learning, Zugriffsstatistiken und Nutzerprofilen
Obwohl ich mittlerweile schon recht viel über Lehren und Lernen weiß (siehe Beitrag heute morgen: Warum Lehre ich gerne?), heißt das natürlich nicht, dass ich eine Lehrveranstaltung vor ihrem Beginn von Vorne bis Hinten durch-konzeptionieren kann, sodass alles „wie geschmiert“ und erfolgreich (im Sinne, dass die Studierenden die Lernziele erreichen) abläuft. Denn jede Lehrsituation ist anders und bringt neue Herausforderungen. Insbesondere sind meist die Lernenden andere Personen und somit unterschiedlich zu den Lernenden früherer ähnlicher Situationen, die ich kennen gelernt bzw. erlebt habe.
Wie gehe ich also mit der Herausforderung „gute Lehre“ um?
Ich starte zunächst zu Beginn einer Lehrveranstaltung mit einer Menge von Annahmen darüber, welche Rahmenbedingungen (vorhandene Eigenschaften der Lernenden, Lernumgebungen, Materialien, Qualifikationen der Lehrenden und Betreuer…) gegeben sind und wie die Lehrveranstaltung daher ablaufen wird. Basierend auf diesen Annahmen entwickle ich (oder habe ich bereits) ein Lehrkonzept. Dann beobachte und erlebe und beeinflusse ich während der Durchführung, wie es wirklich ist. Wenn etwas anders ist als ich vorhergesehen habe, muss ich meine Vorstellungen/Annahmen bzw. meinen Plan flexibel anpassen. Dies geschieht meistens unterbewusst, indem ich einfach reagiere anstatt mich wirklich hinzusetzen und ein neues Konzept zu machen. Das Ganze ist ein dynamischer, fließender Prozess, welcher auf Beobachtung, Erleben, Reflexion, Interpretation und Anpassung an die jeweilige Situation basiert, und der laufend und parallel stattfindet bzw. sich zyklisch wiederholt. Eine ganz wesentliche Lehraktivität ist – meiner Meinung nach – zu jeder Zeit möglichst unvoreingenommen zu beobachten und kritisch zu reflektieren.
Im folgenden möchte ich mich auf Blended Learning Szenarien beziehen, die sowohl aus Präsenz-Lehrveranstaltungen als auch aus Phasen des mediengestützten (Selbst-)Lernens bestehen (auch ergänzt durch Online-Kommunikation und Kollaboration). In einer Situation, in der ich von Angesicht-zu-Angesicht agiere, kann ich für das Beobachten all meine Sinne einsetzen. Anders ist es dagegen in den Phasen, in denen die Lernenden nicht körperlich anwesend sind. Dennoch habe ich auch hierzu Annahmen darüber, was sie machen und wie sie lernen, und versuche ich auch hier möglichst viel zu beobachten, um herauszufinden, ob meine Annahmen richtig sind.
Hier eine Beispielsituation: Ich gebe den Lernenden innerhalb einer Präsenzveranstaltung die Aufgabe, einen Text zu lesen. Mit meinen Augen kann ich sehen, wer liest. Zumindest nehme ich an, dass jemand liest, wenn die Augen der beobachteten Person auf den Text gerichtet sind und ab und an (in angemessenem Tempo) die Seiten umgeblättert werden. Wenn ich merke, dass die Blicke sich von Text lösen und es unruhig im Raum wird (höre ich mit meinen Ohren), weil Gespräche aufkommen oder andere Aktivitäten aufgenommen werden, kann ich davon ausgehen, dass der Text entweder fertig gelesen wurde oder es andere Gründe (z.B. Unverständnis) gibt, warum nicht weiter gelesen wird. Ich kann dementsprechend reagieren, indem ich z.B. nachfrage „Seid ihr fertig?“ oder „Gibt es Verständnis-Schwierigkeiten?“ oder die Lernenden auffordere weiter zu lesen. Je nach Reaktion kann ich eine interaktive Übung anschließen, den Text diskutieren lassen, Fragen beantworten usw.
In einer vergleichbaren Online-Lernphase, in welcher Lernende aufgefordert sind einen Text zu lesen, habe ich gar keine, erheblich weniger oder im besten Fall andere Möglichkeiten die Situation zu beurteilen. Zudem lesen nicht unbedingt alle Lernenden einen Text gleichzeitig, sondern verteilt über einen gewissen Zeitraum. Meist muss ich nach Ablauf des vorgegebenen Lese-Zeitraums einfach blind davon ausgehen, dass der Text gelesen wurde, weil ich es gesagt habe. Es sei denn, die Lernenden werden aktiv und fangen an online (innerhalb meines Sichtfeldes) zu kommunizieren.
Eine weitere Option, die Blindheit zu überlisten, ist, dass ich aufgrund meiner bisherigen Lehr-Erfahrungen weiß, inwiefern es Probleme geben kann (Lernende vergessen zu lesen oder haben Verständnis-Schwierigkeiten, usw.). Daher kann ich bestimmte, angepasste Aktivitäten einplane ohne genau zu wissen, ob sie wirklich notwendig sind: In der Annahme, dass viele Lernende vergessen den Text rechtzeitig zu lesen, kann ich z.B. per
E-Mail an die Aufgabe erinnern. Ich kann auch eine Verständnis-Frage anschließen und durch die Antworten der Lernenden (wenn es welche gibt) erkennen, wo diese stehen.
Noch eine weitere Möglichkeit, die mir ein Gefühl dafür gibt, inwiefern die Lernenden die Leseübung wahrscheinlich schon erledigt haben, sind möglicherweise im genutzten eLearning-System vorhandene Zugriffsstatistiken auf den Text. Solange der Text noch gar nicht angeklickt wurde, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass er noch nicht gelesen wurde. Ganz sicher kann ich natürlich nicht sein, weil der Text evtl. in der Bibliothek ausgeliehen wurde. Aber weil dieser Beschaffungsweg – meiner Vermutung nach – für die Lernenden umständlicher ist, als einfach auf den Online-Text zuzugreifen, kann ich doch annehmen, dass keiner ihn bisher gelesen hat.
Zeigt die Statistik dagegen, dass es schon einige Klicks auf den Text gab, so kann ich davon ausgehen, dass er von einige Lernenden auch schon gelesen wurde. Zumindest wurde er angeschaut und vielleicht auch heruntergeladen. Wenn er heruntergeladen wurde, kann er jederzeit wieder offline gelesen oder auch an andere Lernende weitergegeben werden. Also bedeutet eine geringere Zugriffszahl im Vergleich zur Anzahl der Lernenden nicht, dass nicht alle den Text gelesen haben. Aber diese Zahl gibt mir zumindest Anlass darüber nachzudenken, ob wirklich alle den Text gelesen haben, und ggf. weitere Nachforschungen (z.B. mit Hilfe von Umfragen) anzustellen oder nochmal an die Aufgabe zu erinnern.
Aus diesem Grund und anderen Gründen halte ich Zugriffsstatistiken und Nutzerstatistiken für ein wichtiges Werkzeug zur Beobachtung der Lernenden in den Online-Lernphasen von Blended Learning Veranstaltungen. Ihre Analyse und Interpretation muss jedoch sorgfältig durchdacht werden, da leicht Fehlschlüsse gemacht werden können. Auch sind Zugriffsstatistiken meist schwer zu lesen und viele Fragen zur Nutzung von Online-Lernressourcen oder Funktionalitäten können nicht (sicher) beantwortet werden. Zu Marketing- oder Verkaufs-Zwecken in Web-Projekten und Social Communities (wie z.B. StudiVZ oder Amazon) wurden die Analysemöglichkeiten auf Basis von Zugriffsstatistiken und Nutzungsprofilen jedoch bereits tiefer gehend erforscht. Viele dieser Forschungsergebnisse wurden erst rudimentär bezüglich ihres Potentials für Blended Learning Szenarien analysiert.
In vielen Learning-Management-Systemen sind heute bereits Zugriffsstatistiken auf Basis von Logfiles mit unterschiedlichem Aussagewert integriert. Auf individuelle Nutzerprofile der Lernenden muss jedoch meist aufgrund der Datenschutzproblematik verzichtet werden. Eine Möglichkeit Datenschutzverstöße zu umgehen ist die Anonymisierung oder Pseudonymisierung der gesammelten Daten. Auch hier muss jedoch gewährleistet werden, dass keine Rückschlüsse auf das Nutzungsverhalten konkreter Personen möglich sind.
Wie können Nutzer- und Zugriffstatistiken sinnvoll und datenschutzrechtlich unbedenklich in eLearning-Systeme integriert werden, sodass Lehrende ihre Blended Learning Szenarien besser beobachten und erforschen können?
Hier möchte ich diese Überlegungen, die ich im Rahmen meiner Promotion mache, zunächst unterbrechen. Ich bin sehr interessiert an euren Kommentaren und werde die Gedanken demnächst fortführen. Was ging euch durch den Kopf, während ihr gelesen habt?
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Überlegungen zur Frage: Warum lehre ich gerne?
An diesem Samstagmorgen überlege ich: Warum lehre ich eigentlich gerne und warum liegt mir das Lehren? Meine Motivation, mein Wissen und meine Fähigkeiten sind höchstwahrscheinlich von einer Reihe von Einflussfaktoren in der Vergangenheit bestimmt und werden von mir ständig weiterentwickelt und an meine aktuellen Erfahrungen angepasst.
Ich habe lange darüber nachgedacht, um möglichste viele Umstände in der Vergangenheit und Gegenwart zu erkennen, die Einfluss auf meine jetzigen Lehrfähigkeiten haben. Es sind z.B.:
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der Einfluss durch meine Eltern, die beide in der Lehre tätig sind/waren, und darüber fast täglich bericht(et)en
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Spaß am „Schule spielen“ mit meinen Schwestern und Freunden (abwechselnd die strenge Lehrerin sein, die unglaublich schwierige Hausaufgaben verteilt, und Lernende am laufenden Band in die Ecke stellt
) -
meine eigenen Erfahrungen als Lernende mit unterschiedlichsten Lernsituationen: auf der anderen Seite
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(Un)bewusste aber prägende Beobachtung von Lehrpersonen und Lehre seit der Schulzeit, z.B. die geliebte Grundschullehrerin, die ich auch später noch besucht habe
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Selber Nachhilfeunterricht als Nebenjob geben, sowohl in einem Nachhilfe-Institut als auch einzelnen Schülern
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Mit Freunden für Klausuren und mündliche Prüfungen lernen und Anderen dabei zwischendurch etwas beibringen
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Konkrete Aus- und Weiterbildung bzgl. Didaktik und diverse andere nützliche Möglichkeiten, Wissen und Qualifikationen zu sammeln (z.B. u.A. die Themen Wahrnehmung, Aufmerksamkeit, Lernen & Gedächtnis im Psychologie-Nebenfachstudium, eLearning-Vorlesung, Trainings „Fit für die Lehre“, Stimme und Sprechtraining, etc.)
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Lesen von Büchern & Artikeln zu Lehre, eLearning und Blended Learning
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Konkrete eigene Erfahrungen bei der Durchführung von Lehrveranstaltungen, Schulungen und Workshops
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Feedback und Erzählungen von (anderen) Lernenden
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…
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass ich mir mein Wissen und meine Fähigkeiten bisher indirekt durch Beobachtung, Erleben und Ausprobieren sowie direkt durch den gezielte Besuch von Lehrveranstaltungen, das Lesen von Publikationen und natürlich durch die Durchführung eigener Lehrveranstaltungen aneignen konnte. Wichtig bei all dem war vermutlich meine sehr positive Haltung bzgl. Lehre, dass ich meistens selbst gerne gelernt habe und dass ich mich in andere Menschen gut hineindenken und einfühlen kann.
An alle Lehrenden unter den Lesern dieses Beitrags: Was hat euch beeinflusst?
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“Lasst sie Kinder sein”
In der ZEIT dieser Woche (vom 23.10.) wird im Artikel “Lasst sie Männer sein” beschrieben, dass Jungen im Schatten der leistungsfähigen Mädchen ständen. Auf ZEIT-Online ist zum Thema schnell eine Leserdiskussion entbrannt, die mich sehr nachdenklich macht, weil so viel pauschalisiert und stereotypisiert wird.
Wenn ich mal Kinder habe, sollen sie als die Individuen behandelt werden, die sie sind, und nicht pauschal mit männer- oder frauenfreundlicher Pädagogik erzogen werden. Jedes Kind sollte geliebt werden und jedem Kind sollten – unabhängig von Geschlecht und Herkunft etc. – alle Chancen offen stehen. Die Aussagen, die ich im Artikel und in den Leserkommentaren herauslese maßen sich häufig an zu wissen, was für Mädchen oder Jungen gut sei. Können wir das so genau wissen? Muss das nicht erst herausgefunden werden? Und müssen wir nicht jedes Kind individuell betrachten und fördern, ob Junge oder Mädchen?
Klimaschutz schafft Jobs – Fachkräfte gesucht?
Wie ich in der aktuellen Papierausgabe der ZEIT (daher keine Referenz) und auf Welt.de lesen konnte schafft Klimaschutz viele neue Arbeitsplätze bis zum Jahr 2020 (O-ton: Jobwunder). Vor 7 Jahren hat das so ähnlich schon mal jemand auf innovation-report. de geschrieben…
Ich tippe einfach mal, dass diese ganzen neuen Arbeitsplätze von naturwissenschaftlich-technisch qualifizierten (ggf. studierten) Fachkräften gefüllt werden sollen, die der aktuellen Prognose nach aber in Zukunft schwer zu bekommen sein werden… Da ist es gut, dass eine Initiative, wie MINT Zukunft schaffen, sich zum Ziel macht, die Bildung in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zu fördern.
„MINT Zukunft schaffen” will Lernenden und Lehrenden in Schulen und Hochschulen sowie Eltern und Unternehmern die vielfältigen Entwicklungsperspektiven, Zukunftsgestaltungen und Praxisbezüge der MINT-Bildung nahebringen und eine Multiplikationsplattform für alle bereits erfolgreich arbeitenden MINT-Initiativen in Deutschland sein.
Auf der Webseite www.mintzukunft.de gibt es Informationen für SchülerInnen, Studierende, Lehrkräfte, Eltern und Unternehmen. Besonders interessant finde ich den MINT-Navigator über den ich bestimmte MINT-Initiativen finden kann. Ich habe gerade z.B. die Kriterien “Zielgruppe: Schüler”, “Initiative für Mädchen und Frauen” und “Themenschwerpunkt: Informatik” ausgewählt und 5 Projekt zur Auswahl erhalten.
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Umfrage unter Schülerinnen: Wie würdet ihr das Lernen gestalten?
In einem Forum zu Schulthemen in der Cybermentor-Community (nur Mädels) habe ich vor kurzem eine Frage gestellt:
Stellt euch mal vor, ihr würdet die Möglichkeit bekommen, eure Schule neu zu organisieren… Ihr als Schüler und Schülerinnen entscheidet selbst, was gut für euch ist.
Wie würde das Lernen dann aussehen? Wie lernt ihr am besten? Gibt es dann noch Lehrer die vor der Klasse stehen und lehren oder funktioniert das auch anders? Würdet ihr moderne Technologien fürs Lernen einsetzen oder in Projekten gemeinsam lernen? …
Einige Mädels haben sich Gedanken gemacht und beschrieben, wie sie sich ihre Schule gestalten würden. Ich möchte die Ergebnisse hier in Stichworten zusammenfassen:
- Klassenzimmer sollten viel gemütlicher sein. Darin waren sich die meisten einig. Sofas und Stehpulte sollten die übliche Einrichtung ergänzen, damit das Klassenzimmer ein Ort wird, an dem man sich gerne aufhält.
- In jedem Klassenzimmer sollte mindestens ein PC sein, besser wäre aber noch ein Klassensatz Laptops mit denen viel gearbeitet werden sollte. Damit verbunden wurde auch das Lernen mit Computerprogrammen erwähnt.
- Einig waren sich viele darüber, dass Lehrer/innen bleiben sollen, weil sonst evtl. gar nicht gelernt wird. Allerdings sollten die Lehrer/innen eine bessere Pädagogik-Ausbildung erhalten, damit sie sich nicht “fertig machen” ließen. Und damit sich verbeamtete Lehrer nicht “darauf ausruhen”, sollte es möglich sein, den Beamtenstatus abzuerkennen. Zur Unterrichtsmethodik gab es unterschiedliche Meinungen. Die einen wollten mehr Gruppenarbeit, die anderen mehr Frontalunterricht. Und eine würde gerne mehr Seminararbeiten machen. Im großen und ganzen waren aber alle für einen abwechslungsreichen Unterricht.
- Zum Thema Abwechslung gab es weitere Ideen: Mehr raus aus dem Klassenzimmer zu gehen (z.B. Unterricht unter freiem Himmel); Exkursionen machen, z.B. zu Ausstellungen zu reisen oder das echte Berufsleben eines Fachs zu erleben (für den realen Bezug), indem man z.B. “richtige” Mathematiker trifft.
- Viele haben betont, dass sie den Lehrplan gerne viel früher selbst bestimmen würden. Es sollte möglich sein, in verschiedene Fächer hereinzuschnuppern (Probestunden) und dann eine Fächerwahl nach den eigenen Vorlieben und der Motivation nach zu treffen. Es gab allerdings Einwände, dass gewisse Fächer schon ins Pflichprogramm gehören sollten. Zusätzlich sollte es mehr interessante neue Fächer geben, wie Film, Theater, Anatomie oder Statistik…
- Die Anzahl der Schüler/innen in einer Klasse sollte kleiner sein.
- Wichtig war auch, dass es mehr die Möglichkeit geben sollte, im Unterricht selber auf Lösungen kommen zu können – also die Förderung von selbstständigem Lernen.
- Weiterhin wurde die freie Zeiteinteilung vorgeschlagen, und dass man ein aus einem Angebot aus Vorträgen wählen dürfte, welche man sich anhören möchte.
- In manchen Fächern – genannt wurde der Sportunterricht – sollte es außerdem keine Bewertung nach Leistung geben.
Ich hoffe, dass ich die wesentlichen Wünsche alle aufgenommen habe. Insbesondere der erste (und meistbestätigte) Wunsch passt zu Gabi Reinmanns aktuellen Beitrag “Die schönsten Gebäude den Schulen und Universitäten” in ihrem e-Denkarium-Blog.
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Motivationale Lern-Schieflagen überwinden
Eine Mitteilung des idw hat meine Aufmerksamkeit erregt: Keine Lust mehr zum Lernen: Wenn die “Energiequelle Motivation” mal trocken ist….
“Mit einem frei zugänglichen Test der FernUniversität können Studierende ihre Lernmotivation ebenso analysieren wie Schülerinnen und Schüler sowie Berufstätige, die sich fortbilden. Außerdem gibt es Hilfestellungen, um Unlust zu überwinden.“
Durch einen online Motivations-Lern-Selbsttest der FernUni Hagen können Studierende ihre individuelle Motivationslage analysieren, denn Motivation ist ein wichtiger Antrieb beim (e-)Lernen. Der Fragebogen behandelt 32 Strategien, die das eigene Lernverhalten im Fernstudium betreffen. Wer also keine Lust mehr hat, weiterzulernen, kann sich hier Ideen für individuell geeignete Gegenstrategien der Selbstüberlistung durchlesen…
Mein Test-Ergebnis war übrigens, dass ich mich zu wenig über positive Anreize zum Lernen motiviere. Meine Motivationskontrolle war mittelmäßig. Dafür bin ich bei der Emotions- und Kognitionskontrolle ganz im grünen Bereich. Die Beurteilung “Sie erkennen unter Umständen Ihre eigenen Bedürfnisse nicht mehr, da Sie zu hart zu sich selbst sind.” ist stimmig mit dem Eindruck den ich von meinem eigenen Lernverhalten habe. Ich werde also die Empfehlung in Zukunft gern befolgen. “Als Empfehlung wollen wir Ihnen daher mit auf den Weg geben, sich zu fragen, wann und wo es Ihnen möglich ist, Ihren Bedürfnissen und Wünschen mehr Raum zu geben. Da ein ständiges Handeln entgegen den eigenen Wünschen und Bedürfnissen zu schweren psychischen Problemen führen kann, sollten Sie gegebenenfalls Ihre Ziele überdenken und/oder umplanen.” Zusätzlich hab ich ein 18-seitiges PDF erhalten, dass mir Strategien für eine bessere Motivationskontrolle vorschlägt.
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Studieren Frauen lieber online?
Eine Pressemitteilung des idw, die zum Thema “Gender und eLearning” passt:
“Der Frauenanteil von Informatik-Studiengängen liegt in Deutschland zwischen zehn und 15 Prozent. Mit über 21 Prozent Studentinnen liegt der Online-Studiengang “Web- und Medieninformatik” der FH Dortmund in Deutschland an der Spitze, was den Frauenanteil betrifft.”
(Studieren Frauen lieber online?)
- Freie Zeiteinteilung
- Jederzeit anfangen, keine Semestereinteilung
- Freie Wahl, ob Module nacheinander oder parallel belegt werden
- Ortsunabhängigkeit – keine Fahrzeiten zu Präsenzveranstaltungen
- Optimale Betreuung
- Praxisrelevanz der Inhalte, Anwendbarkeit im direkten Berufsumfeld
- Interessante Modulzusammenstellung
- Modulreihenfolge frei wählbar, nach “Vorlieben”
Diese Umfrage unter Studentinnen des online Informatik-Studiengangs ist mir allerdings nicht detailliert genug dargestellt. Wer studiert diesen Studiengang genau? Wie alt sind diese Frauen? Was motiviert die weiblichen/männlichen Studenten? Waren oder sind die Studierenden (schon mal) berufstätig? etc… Außerdem wäre ein Vergleich zu anderen online Studiengängen sinnvoll, um zu erfahren, wie es da um die Motivation der Studierenden steht. Ich kann nicht ganz nachvollziehen und glauben, dass Frauen ausgerechnet Informatik lieber online studieren wollen!?! Die Ergebnisse der Umfrage sind mir noch nicht aussagekräftig genug dargestellt.
ediscio – Ein weiteres Beispiel für “Studenten machen eLearning”.
Durch den Leser Klaus bin ich auf ediscio aufmerksam gemacht worden. Sofern ich das bis jetzt überblicken kann, ist ediscio ein System, dass ich gern vor 4 Jahren schon gehabt hätte! Warum? Weil ich im Informatik-Studium ungefähr so für meine Prüfungen gelernt habe, wie es hier elektronisch unterstützt wird. Das kommt sicher daher, dass der Entwickler – ein RWTH-Informatik-Student – das Tool aus eigenem Bedarf heraus programmiert hat.
ediscio …hilft Dir beim Lernen. Du kannst hier in Gruppen und privat Lernkärtchen erstellen und benutzen. Eine intuitive Statistik hilft Dir dann, Deine Lernschwerpunkte zu finden!
Meiner Ansicht nach ist System übersichtlich und intuitiv gestaltet. Hier und da gibt es vielleicht noch Verbesserungsmöglichkeiten in der Navigation, aber im Großen und Ganzen, würde ich gern sofort anfangen damit zu lernen. Abschließend muss ich natürlich noch erwähnen, dass ich das Logo phänomenal schön finde.
Bei ediscio geht’s übrigens ausschließlich um Lernen mit Lernkärtchen. In die Lernkärtchen können LaTeX-Formeln und per Referenzierung Bilder und Videos eingefügt werden, aber es können keine Dokumente hochgeladen und gelagert werden.
(Über ediscio)
ediscio befindet sich noch im Testbetrieb und es werden TestnutzerInnen gesucht, die helfen, dass System zu perfektionieren. Wer also interessiert ist, kann sich gern anmelden.
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Bild der Informatik
Nachdem wir unsere Mädels in der allgemeinen Einführungsveranstaltung eingesammelt hatten (Girls’ Day), erfolgreich den Bus genommen und im Seminarraum angekommen waren, fing der Spaß an…
Das “Einführungsspiel” hatten wir uns überlegt, um die Atmosphäre etwas aufzulockern. Unser Autrag war: “Malt in 4er Gruppen alles, was Euch zu Informatik einfällt.” Hier diese Impressionen der Informatik:
… und diese bei der mündlichen Beschreibung gefallenen Begriffe charakterisieren Informatik(er):
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