Kopfschmerzen, Layouten, Umstrukturieren, Kürzen

Die letzten Wochen sind mal wieder Diss-bezüglich ziemlich tatenlos verstrichen. Es gibt soviele andere Baustellen auf der Arbeit und privat, die akut dann plötzlich wichtiger sind, obwohl ich mir das Fertigwerden eigentlich als höchste Priorität gesetzt habe. Nun hab ich mir das Wochenende freigeschaufelt und mehr oder weniger frei gehalten und sitze am Rechner mit starrem, eiskalten Blick auf die Arbeit. Prompt Kopfschmerzen. Mein Stresslevel war eh die letzten Wochen etwas hoch, also bin ich nicht überrascht. Aufgeben will ich aber nicht. Also sitze ich nun seit mehreren Stunden mit zusammengekniffenen, lichtempfindlichen Augen und Aspirin im Blut da und schreibe … NICHT… Stattdessen hab ich mal getestet, was herauskommt, wenn ich alle Kapitel zu einer Arbeit zusammenfüge und eine Datei mit etwas schönerem Layout daraus mache. Promt hatte ich doppelt soviele Seiten… Ok. Fertig, abgeben! Naja, nee. Also verbringe ich seit Stunden eher Zeit mir umstrukturieren und Plänen, wie ich den Text kürzen kann… Es entsteht gerade eine neue Gliederung. So. Soviel dazu. Ich hoffe, ich verschwende hier meine kostbare Zeit nicht und bin auch morgen noch zufrieden mit den Resultaten. Schluss jetzt.

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Diss-Fortschrittsindikator

Ein ehemaliger Kollege hat mich letztes Jahr darauf gebracht, meinen Arbeitsfortschritt explizit durch eine Fortschrittsanzeige deutlich zu machen. Er hatte uns Kollegen Anfang letzten Jahres regelmäßig über die Anzahl seiner fertig geschriebenen Seiten informiert. Diese Seitenzahl sagt zwar nichts über den Inhalt aus, kann aber – wie ich für mich festgestellt habe – motivieren weiterzumachen. Ich weiß also am Ende des Tages, wieviel ich im Verhältnis geschafft habe. Die Seitenanzahl lässt sich auch in eine Prozentzahl umrechnen, wenn man sich auf eine gewünschte Gesamtseitenzahl der Arbeit festlegt. Ich peile gerade 120 Seiten an. Durch meinen Diss-Fortschrittsindikator kann ich neuerdings immer wunderbar kurz auf die Frage „Wie weit biste?“ antworten: „Ich hab jetzt 30% korrekturbereite Seiten“.

Diss-FortschrittsindikatorZusätzlich hab ich noch ein Farbsystem, das anzeigt, welche Kapitel schon fast fertig (grün), bearbeitet (gelb) und bei weitem noch nicht fertig (orange-rot) sind (vorläufige Notizen berücksichtige ich dabei nicht… nur fertiges zählt). Am Ende einer Schreibphase trage ich immer die neuen Werte in eine simple Tabelle ein und rechne mir den Prozentwert manuell aus (nicht mit Excel). Das ist eine gute, beruhigende Aktivität, um mich aus den zuvor getätigen Gedankengängen zu lösen und wieder in den Alltag zurückzukommen… z.B. Duplo-Krankenwagen bauen, Möhrensuppe kochen, Sandkuchen backen oder Wäsche aufhängen😉

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Learning Analytics Process Model

Their are several models and graphical representations how to describe the learning analytics process/cycle. I was just thinking about combining the learning analytics cycle of Chatti et. al. (2012) with a modified version of Verbert et al. (2013)’s process model. The result is a more detailed model.Learning Analytics ProcessThe flow of the process can be read as follows: Starting from data collection and data monitoring, experienced users might become aware and directly make sense of certain aspects of teaching and learning, due to their prior experience. But learning analytics beginners are sometimes unable to explain outcomes of the data collection & pre-processing step. This stimulates them to form questions and try to answer them. Being surprised, asking and answering question stands for reflection as defined by Atkins & Murphy (1993). The stage of “sensemaking” can motivate an “action” or even “behavior change”. This is the impact learning analytics projects strive for…

References

  • Atkins, S., & Murphy, K. (1993). Reflection: a review of the literature. Journal of Advanced Nursing, 18(8), 1188–1192.
  • Chatti, M. A., Dyckhoff, A. L., Schroeder, U., & Thüs, H. (2012). A reference model for learning analytics. IJTEL, 4(5/6), 318–331.
  • Verbert, K., Duval, E., Klerkx, J., Govaerts, S., & Santos, J. L. (2013). Learning Analytics Dashboard Applications. American Behavioral Scientist, (February), 1–10.

 

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Pause vorbei

Hab mich gerade spontan entschieden diesen Blog wieder zum Leben zu erwecken, weil ich mich im Endspurt meiner Dissertationsphase befinde. Das Ende hatte sich etwas nach hinten hinausverschoben. Hab ein Kind bekommen und so…

Jetzt hab ich vor wieder darüber zu berichten, wie ich mich zum Schreiben motiviere, die Arbeit an der Diss organisiere und was ich mir inhaltlich so überlege. Da ich die Arbeit auf Englisch schreibe, könnte es sein, dass ich den ein oder anderen Beitrag auch mal in dieser Sprache veröffentliche.

(…)

Jetzt hatte ich gerade kurz innegehalten, weil ich mir natürlich auch Gedanken mache, ob mich das Blogschreiben möglicherweise von der eigentlichen Arbeit ablenkt. Naja, ein Test ist es wert, nicht wahr? Falls jemand in einer ähnlichen Situation ist, freue ich mich über Kontaktaufnahme! Tschö!

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One Minute Madness

Heute ist „Tag der Informatik“ im Informatikzentrum. Es gibt viele Info-Stände verschiedener Lehrstühle und Unternehmen, ein Vortragsprogramm, Zeugnisse werden vergeben und zum Ende des Tages hin wird es ein reichhaltiges Buffet geben… und mittendrin bin gleich auch ich: nämlich in der One-Minute-Madness (OMM) um 15 Uhr. 20 Doktoranden stellen in je 100 Sekunden ihr Forschungsthema anhand einer nicht-animierten Folie vor. Ich bin Nummer 18 und schon etwas aufgeregt, weil eineinhalb Minuten wirklich nicht so lang sind.

Das ist meine Folie: OMM_Folie

Damit ich mit der Zeit hinkomme, habe ich mir diesmal auch ausnahmsweise mal notiert, was ich sagen möchte und schon ausprobiert, ob der Text in der vorgegebenen Dauer überhaupt verständlich gesprochen werden kann. Hier mein Text:

„Ich untersuche diese bunte Pflanze. Der Boden bzw. der Kontext auf dem diese Pflanze wächst ist die „Verbesserung der mediengestützten Hochschullehre“. In den letzten Jahren nutzen immer mehr Lehrende in ihren Lehrveranstaltungen eLearning-Elemente, wie z.B. Lernportale, Vorlesungsaufzeichnungen oder auch komplexe Übungsprogramme. Dadurch entsteht den Lehrenden meist ein Zusatzaufwand, der durch mehr Effizienz in Arbeitsprozessen und mehr Effektivität der Lehre – indem mehr unterschiedliche Lernende unterstützt werden – gerechtfertigt sein soll. Um dies zu überprüfen, eignet sich die Methodik der Aktionsforschung (auch Action Research genannt). Sie ähnelt der iterativen Softwareentwicklung. Lehre wird in mehreren Evaluationszyklen untersucht und Schritt-für-Schritt verbessert. Um den Aufwand der durch Datensammlung und Auswertung entstehen kann, möglichst zu minimieren, entwickle ich Informatik-Tools, die Aktionsforschungsprozesse vereinfachen sollen, so dass mehr Lehrende (und auch Studierende) motiviert werden, ihre Lehre zu analysieren und zu optimieren. Zur Entwicklung der Tools müssen Aspekte und Methoden verschiedener Disziplinen und Themenbereiche, wie der Psychologie, Pädagogik, Data Mining, Web- und Portaltechnologien, Datenschutz oder Usability,  betrachtet und zusammengeführt werden. Das ist die wesentliche Herausforderung meines Forschungsvorhabens.“

Bitte Daumen drücken, dass ich kein Blackout habe und mit der Zeit hinkomme!🙂

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EduCamp 2010 an der RWTH Aachen (Teil 2)

Nach einer Woche wird es nun langsam Zeit mit der Fortsetzung des Berichts (Teil 1) zu beginnen, denn parallel beginnen in Bremen ja schon die Vorbereitungen für das nächste EduCamp.

Im Rückblick kann man sagen, dass die Organisation des EduCamps in Aachen unser Team gestärkt hat und wir viel Spaß bei dieser neuen Erfahrung hatten. Es wurde  im Hintergrund ab und an mal improvisiert, aber das macht ja auch die Natur einer solchen Veranstaltung aus. Meine Hauptaufgabe war es, morgens die Räumlichkeiten zu beschildern und während der Veranstaltung zu fotografieren. Dank der fleissigen, helfenden Studierenden, die noch vor mir an der Uni waren und meine unscharfe Anweisung, sich Schere und Stift zu schnappen toll umsetzten, ging das dann auch prima.

Gespannt war ich insbesondere auf die Sessionplanung gewesen, weil ich mir nicht richtig vorstellen konnte, wie das ohne Chaos ablaufen sollte. Dank klarer Ansagen, klappte es innerhalb kürzester Zeit jedoch, dass sich 90 Leute mit drei Begriffen vorstellten und einige auch eine Session vorschlugen, die sodann auf je einem Papierzettel an den Sessionplan gepinnt wurde.

Den Vormittag verbrachte ich mit dem Besuch von Sessions und machte Fotos, was, aufgrund der schwachen Beleutung im Informatikzentrum, gar nicht so einfach war. Solange bin ich ja noch nicht in die Künste der Fotografie eingeweiht und so experimentierte ich z.B. mit kleinen Verwacklungen und durch Bewegungen und lange Belichtung verschwindenden Armen, Beinen und Köpfen…🙂

Meine Session hieß „Der gläserne Student“ (hier meine Ankündung dazu) und, auf anraten einiger erfahrener BarCamper, hatte ich keine Präsentation vorbereitet, sondern lediglich überlegt, wie ich eine Diskussion anregen könnte.

Vor meiner Session war ich dann doch ein wenig aufgeregt, wurde jedoch von Ralf abgelenkt, der mich ansprach, weil er auch in meine Session kommen wollte. Ich war begeistert, als er verriet, dass er sich gut mit Datenschutz auskennt. Es versprach also interessant zu werden!

Die Session lief auch sehr gut! Nach erfolgreichem Abschluss war ich aus lauter gesammelter Konzentration jedoch ganz schön platt… Ich besuchte noch zwei weitere Sessions, verzichtete dann aber aus lauter Müdigkeit auf das abendliche Treffen in der Stadt.

Der nächste Tag war nicht mehr ganz so gut besucht wie der erste (etwa ein Drittel der Leute). Dennoch konnten ich und – wie ich gehört habe – viele andere auch das EduCamp weiterhin effektiv zur Reflektion und die Vertiefung von Kontakten nutzen.

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EduCamp 2010 an der RWTH Aachen (Teil 1)

So, nun hab ich auch das gemacht – ich hab an einem BarCamp teilgenommen (oder besser gesagt: bin noch dabei – zumindest wieder morgen früh)… wie sich das anfühlt? Nunja, das kannst DU morgen (Sonntag) auch spontan selbst noch testen. Komm einfach zum Informatikzentrum an der RWTH Aachen, aber melde dich bloss vorher bei mixxt an, damit wir genug Brötchen und Kaffee für dich bereitstellen😉

Da ich heute zu müde zum Schreiben bin, verweise ich hier jetzt nur noch auf einige Fotos und tanke dann Energie für den restlichen Abschnitt des Wochenendes.

In meinem geplanten Bericht-Teil 2 erzähl ich dann aber gern vom morgendlichen sympathischen Organisationchaos, der Sessionplanung und werde die von mir besuchten Sessions reviewen sowie einen Einblick in die von mir moderierte Diskussion zum „gläsernen Student“ geben, die ich sehr spannend fand. (Puh, hoffentlich schaff ich das alles auch möglichst bald…) Jetzt aber erstmal: Gute Nacht!

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